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Die Lehrer von morgen

Wunschzettel schreiben - Teil 2

Normalerweise bin ich nicht so organisiert, aber weil diese Liste mit den Wunschschulen für mein Praxissemester wirklich wichtig ist, setzte ich mich abends an meinen Laptop. Ich klickte mich von Website zu Website, kontrollierte mit Google Maps die Anfahrtsminuten mit dem Fahrrad und den öffentlichen Verkehrsmitteln und erstellte zu jeder Schule aus Gruppe 2 eine Pro- und Kontraliste.
Nach einer guten Stunde hatte ich mich auf drei Schulen festgelegt. Zwei waren nur eine halbe Stunde mit dem Fahrrad entfernt und auch mit dem Bus noch gut zu erreichen. Zudem warteten sie mit Mathe- und Theater-AGs auf. Die dritte Schule lag zwar am anderen Ende von Bonn, war aber mit einer knappen Dreiviertelstunde Weg noch im Rahmen und die Poetry-Slam-AG fand ich als Slammerin sehr cool.
Für den letzten Listenplatz hatte ich dank der drei 2er-Schulen alle anderen Schulen zur Auswahl. Ich schwankte zwischen drei Gymnasien: Erstens, dem Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium (EMA), an dem ich mein Orientierungspraktikum gemacht hatte. Vorteil: Ich weiß, dass die Schule super ist, einen Fokus auf Mathematik legt und direkt an der Uni liegt, sodass meine Tätigkeiten in der Fachschaft und als Tutorin kein Problem wären. Nachteil: Eigentlich wollte ich gerne an eine andere Schule, um neue Erfahrungen zu sammeln, bevor es im Referendariat und danach ernst wird. Zweitens stand die Schule mit dem für mich kürzesten Anfahrtsweg zur Wahl, deren Website mich absolut nicht ansprach, und drittens ein Gymnasium, das weiter weg ist, aber dafür mit einer Musical-AG und MINT-Ausrichtung bei mir punkten konnte.
Nachdem ich eine Nacht darüber geschlafen, Zettel gezogen und mit diversen Menschen alle Vor- und Nachteile durchgesprochen hatte, entschied ich mich doch fürs EMA und hatte kurz danach meine Rangfolge fertiggestellt. Mein Wunschzettel ist abgeschickt – in ein paar Wochen erfahre ich dann, an welche Schule ich komme. Drückt mir die Daumen!

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Jun 1, 2018
Autor: Janna
Rubrik: studium
Jun 1, 2018

Die Lehrer von morgen

Wunschzettel schreiben - Teil 1

Für mich als angehende Lehrerin wird es dieses Semester ernst, denn die Vorbereitungen für das Praxissemester beginnen. Anders als beim Eignungs- und Orientierungspraktikum kann ich mir die Schule, an der ich im Wintersemester hospitieren, forschen und hoffentlich auch selbst unterrichten werde, nicht selbst aussuchen und mich dort formlos bewerben. Stattdessen gibt es eine Website, auf der wir alle für uns infrage kommenden Schulen je nach Priorität auflisten können. Auf Basis dessen wird dann ein Algorithmus versuchen, möglichst viele Wünsche der Studierenden zu berücksichtigen.
Diese Wunschliste zu erstellen fand ich gar nicht so einfach. Da bestimmte Schulen aufgrund ihrer innenstadtnahen Lage begehrter sind, hat man sie in verschiedene Ortsgruppen eingeteilt: Gruppe 4 ist innenstadtnah, Gruppe 3 etwas weiter außerhalb, aber noch zentral, Gruppe 2 weiter außerhalb und Gruppe 1 die dezentralste. Bei der Wahl der Schulen müssen Gruppe 1 und 2 stärker vertreten sein als Gruppe 3 und 4.
Nach einer Sichtung aller Schulen fielen für mich aber alle Schulen aus Gruppe 1 raus. Ein möglichst kurzer Weg zur Schule ist mir wichtig, da Pendeln viel Stress bedeutet, den ich gerade bei einem solch präsenzintensiven Semester so gut es geht vermeiden möchte. Eine Schule aus Gruppe 3 wurde mir im Begleitseminar der Bildungswissenschaften (BiWi) angepriesen, da diese Dyskalkulieförderung als Projektarbeit anbietet, und ich meine Projektarbeit in BiWi gerne mit Mathe verknüpfen würde. Abgesehen davon war ich unsicher, welche Schulen ich auswählen sollte und zögerte diese Entscheidung erst einmal ein paar Tage hinaus, um einen Tag vor Abgabe panisch zu werden und alle Schulen zu googeln …

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  May 24, 2018
Autor: Janna
Rubrik: studium
May 24, 2018

Die Lehrer von morgen

Leistungsdruck

Jeder kennt wohl dieses Gefühl, wenn alles zu viel wird. Wenn man sich nach Langeweile sehnt und am liebsten alles über den Haufen werfen möchte, um das zu tun, was einem Spaß macht, und endlich wieder Gelassenheit und Ruhe zu spüren.
Studieren wird von vielen nicht mit Leistungsdruck in Verbindung gebracht – eher mit viel Freizeit, Partys und entspannten Nachmittagen. Dennoch komme ich oft an meine Grenzen. Ich quäle mich manchmal in die Uni und muss mich ständig zur Nachbereitung der Veranstaltungen aufraffen. Hausaufgaben reihen sich aneinander und die vorzubereitende Literatur erscheint ständig auf meinem Bildschirm.
Darüber hinaus helfe ich im Sommer beispielsweise auf Dorffesten aus, was auch viel Zeit schluckt. Ich gebe nun zudem einem Mädchen jeden Donnerstag Nachhilfe, bereite das Tutorium für Religion vor und springe ab und zu als Jobberin bei der Post ein. Ich habe einen straffen Wochenplan und versuche dennoch, jeden Termin vorbereitet und pflichtbewusst wahrzunehmen.
Meine Freundschaften leiden darunter. Ich bin angespannt und mit dem Kopf meistens ganz woanders. Oftmals habe ich auch das Gefühl, dass sie mich immer seltener ansprechen. Die Distanz zwischen uns macht es nicht leichter.
Ich hoffe dieser Druck lässt im Lauf des Semesters nach und ich gewinne wieder mehr Freude am Studieren. Im Moment zeigen sich mir allerdings immer häufiger die Schattenseiten ...

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  May 22, 2018
Autor: Eva
Rubrik: studium
May 22, 2018