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Die Lehrer von morgen

Post-Examens-Tief

Liebe Leute, ich lebe wieder! Ich habe mein erstes Staatsexamen bestanden. Leider bin ich trotzdem nicht euphorisch, auch wenn das keiner verstehen kann. Von außen betrachtet müsste ich der glücklichste Mensch der Welt sein, in Wahrheit weiß ich nicht mehr, wo ich hingehöre und was meine Ziele sind.
Meine Freude hatte sich die ganze Zeit über eher in Grenzen gehalten, weil es einer sehr guten Freundin von mir gesundheitlich ziemlich schlecht geht. Einerseits mache ich mir Sorgen um sie, andererseits fehlt mir ohne sie eine wichtige Konstante in meinem Leben. Dadurch ist das Examen für mich zur Nebensache geworden und die Ereignisse verschmelzen zu einem großen, schlechten Gefühl.
Mittlerweile ist sie wieder auf einem guten Weg, doch eine andere gute Freundin und Kommilitonin hat mir am Tag meiner letzten Prüfung mitgeteilt, dass sie das Studium abbrechen wird – im 11. Semester, nur ein Jahr vor dem Abschluss, weil sie sich nicht mehr mit dem Schulsystem identifizieren könne. Sie ist so bestimmt in ihrer Entscheidung und kein bisschen resigniert - das hat es mir schwer gemacht, ihre Situation gedanklich von meiner zu trennen.
Zu all dem kommt noch mein Umzug Ende März. Ich bin jetzt in einer neuen Umgebung, muss meinen Alltag, meine Kontakte und meine Freizeit neu organisieren. Deshalb fühle ich mich gerade orientierungslos. Ich habe kein Ziel vor Augen. Weiter geht es erst ab Februar 2019, wenn ich mein Referendariat beginne. Ich hatte gehofft, es würde sich wie Freiheit anfühlen. Aber gerade bin ich eher niedergeschlagen und habe keine Energie dafür, die Bücher zu lesen und die Dinge zu tun, auf die ich mich die ganze Zeit gefreut habe.
Vielleicht sind die noch auszupackende Kartons eine Aufgabe, deren Erledigung mich wieder zufriedenstellt.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Jun 5, 2018
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Jun 5, 2018

Die Lehrer von morgen

Schnitzel, Käse oder Hummus?

Neben dem Vegetarismus zeichnen sich derzeit immer neue Ernährungstrends ab, zum Beispiel laktosefrei, fructosefrei oder vegan. Da fragte ich mich: Welchem Trend würde ich am ehesten folgen? Ich täte mich bereits schwer damit, auf Fleisch zu verzichten. Wahrscheinlich rührt das daher, dass meine Großmutter eine wahre Gourmetköchin ist und mit ihren Fleischvariationen begeistert – ablehnen wäre da meiner Ansicht nach sehr töricht.
Auch in der Mensa locken mich die Fleischgerichte mehr als die vegetarischen. Schnitzel, Gyros oder Braten gegen Nudeln mit Tomatensoße oder Gemüseauflauf einzutauschen, bringe ich nicht über mich. Ich denke dabei auch an das Hungergefühl, das mich schon kurz nach einem vegetarischen Gericht wieder einholt.
Nun wandern sogar vegane Gerichte auf die Speisekarte der Mensa. Viele nehmen das Angebot gerne an. Neugierig schaue ich mir dann dieses Kichererbsenhäufchen an und frage mich, wie man davon satt werden soll – und ob es überhaupt schmeckt? Nachdem mir meine Freundin von ihrer reichhaltigen veganen Ernährung erzählte, probierte ich Hummus, Falafel und Sojadrinks. Aber egal, wie sehr ich an die Kälbchen dachte, die für unseren Konsum frühzeitig von ihrer Mutter getrennt werden, oder an die Bienen, denen ihr aufwendig produzierter Honig entrissen wird – es schmeckte mir einfach nicht.
Dennoch habe ich vollen Respekt vor denen, die sich diszipliniert an ihre vegane Ernährung halten und diese Gerichte gerne essen. Vorgenommen habe ich mir persönlich, wenigstens am Wochenende auf Fleisch zu verzichten. Ich möchte ja eigentlich nicht, dass ein Tier sein Leben für mich lässt. Aber Veganerin werde ich sicher auch in Zukunft nicht.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Jun 4, 2018
Autor: Eva
Rubrik: studium
Jun 4, 2018

Die Lehrer von morgen

Wunschzettel schreiben - Teil 2

Normalerweise bin ich nicht so organisiert, aber weil diese Liste mit den Wunschschulen für mein Praxissemester wirklich wichtig ist, setzte ich mich abends an meinen Laptop. Ich klickte mich von Website zu Website, kontrollierte mit Google Maps die Anfahrtsminuten mit dem Fahrrad und den öffentlichen Verkehrsmitteln und erstellte zu jeder Schule aus Gruppe 2 eine Pro- und Kontraliste.
Nach einer guten Stunde hatte ich mich auf drei Schulen festgelegt. Zwei waren nur eine halbe Stunde mit dem Fahrrad entfernt und auch mit dem Bus noch gut zu erreichen. Zudem warteten sie mit Mathe- und Theater-AGs auf. Die dritte Schule lag zwar am anderen Ende von Bonn, war aber mit einer knappen Dreiviertelstunde Weg noch im Rahmen und die Poetry-Slam-AG fand ich als Slammerin sehr cool.
Für den letzten Listenplatz hatte ich dank der drei 2er-Schulen alle anderen Schulen zur Auswahl. Ich schwankte zwischen drei Gymnasien: Erstens, dem Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium (EMA), an dem ich mein Orientierungspraktikum gemacht hatte. Vorteil: Ich weiß, dass die Schule super ist, einen Fokus auf Mathematik legt und direkt an der Uni liegt, sodass meine Tätigkeiten in der Fachschaft und als Tutorin kein Problem wären. Nachteil: Eigentlich wollte ich gerne an eine andere Schule, um neue Erfahrungen zu sammeln, bevor es im Referendariat und danach ernst wird. Zweitens stand die Schule mit dem für mich kürzesten Anfahrtsweg zur Wahl, deren Website mich absolut nicht ansprach, und drittens ein Gymnasium, das weiter weg ist, aber dafür mit einer Musical-AG und MINT-Ausrichtung bei mir punkten konnte.
Nachdem ich eine Nacht darüber geschlafen, Zettel gezogen und mit diversen Menschen alle Vor- und Nachteile durchgesprochen hatte, entschied ich mich doch fürs EMA und hatte kurz danach meine Rangfolge fertiggestellt. Mein Wunschzettel ist abgeschickt – in ein paar Wochen erfahre ich dann, an welche Schule ich komme. Drückt mir die Daumen!

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Jun 1, 2018
Autor: Janna
Rubrik: studium
Jun 1, 2018