interaktiv

Die Lehrer von morgen

Vier Tage KoMa ...

Autor:
Janna

Rubrik:
studium

17.07.2018

… aber von viel Schlaf konnte nicht die Rede sein. KoMa steht für die Konferenz der deutschsprachigen Mathematikfachschaften, die im Mai in Berlin stattfand. Mit acht anderen Fachschaftlern fuhr ich in die Hauptstadt. Ich muss zugeben, dass ich mich im Vorfeld nicht viel über die KoMa informiert hatte. Ich fand einfach die Leute cool, die mitfahren wollten, und der Austausch mit anderen Mathematikfachschaften klang interessant.
Als KoMa-Neuling wurde ich am ersten Abend gebrieft, was auf mich zukommen würde: Mittwoch das Anfangsplenum, Freitag ein Zwischenplenum und Samstag ein Abschlussplenum. Dazwischen würde es Arbeitskreise (AK) geben, in denen man mit anderen Fachschaftlern über bestimmte Themen reden konnte. Besonders interessant war für mich der AK zu Nachhaltigkeit im Lehramt. Ich unterhielt mich mit anderen Fachschaftlern – größtenteils ebenfalls angehenden Lehrern – über das Problem, dass Mathe-Lehrämtler schlechtere Noten erzielen als Fachbachelor-Mathematiker, darüber, welche Gründe dafür ausschlaggebend sein könnten (Motivationsprobleme, Stigmatisierung, ein problematischer Studienaufbau und fehlender Kontakt zu den Fachstudenten waren unsere größten Punkte) und welche Lösungsansätze wir vorschlagen wollen. Die Ergebnisse werde ich in meine Arbeit als Lehramtsreferentin einbeziehen.
Andere AKs haben aber sogar sogenannte Resolutionen formuliert. Das sind Schreiben von der KoMa an Universitäten oder Ministerien, in denen gefordert wird, bestimmte Dinge umzusetzen. In einem AK haben wir zum Beispiel eine Resolution verfasst, die sich mit dem neuen Hochschulgesetz in NRW befasst, in einer anderen ging es darum, dass die Unis konsequenter die Rechte von studentischen Hilfskräften achten sollen. Eine Resolution wird erst dann abgeschickt, wenn es unter allen Teilnehmern der KoMa keine Gegenrede mehr gibt – manchmal dauerten die Diskussionen bis spät in die Nacht, interessant war es aber allemal.
Aber die KoMa bestand nicht ausschließlich aus Diskussionen: Wir unterhielten uns viel mit anderen Fachschaftlern, spielten Karten oder machten Musik. Nach dem siebenstündigen Abschlussplenum wurde dann der AK „Durchmachen“ einberufen …
Die Tage in Berlin waren sehr anstrengend, aber sehr produktiv – das war sicherlich nicht meine letzte KoMa.

Diesen Artikel teilen