Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Die Lehrer von morgen

Auszeit in den Bergen

Vergangenes Wochenende legte ich mit Freunden eine Auszeit am Kochelsee ein, 70 Kilometer südlich von München. Wir mieteten auf einem Campingplatz einen Wohnwagen für 25 Euro die Nacht. Jeden Morgen genossen wir ein selbstgemachtes Frühstück am Seeufer, umrahmt von hohen Bergen und einem wundervollen Sonnenaufgang. Auf dem Campingplatz war zudem wenig los – es war sehr idyllisch.
Nachdem wir am ersten Tag eine Fahrradtour um den See gemacht hatten, begann unser zweiter Tag recht früh: Wir gingen Paragliden. Ich war extrem nervös als es mit der Seilbahn steil bergauf ging. In enormer Höhe sollte ich, an einem Profiparaglider festgezurrt, den Gipfel hinunter sprinten? Kopfschüttelnd und mit einem tiefen Atemzug ging es dann aber auch schon los. Ich rannte und rannte – allerdings nicht weit, denn schnell füllte sich der Schirm mit Luft und wir hoben ab. Die Thermodynamik trieb uns immer weiter nach oben und ich empfand ein Freiheitsgefühl, wie ich es noch nie zuvor erlebt hatte. Hier oben über den Bergen war niemand – außer mir und dem Paraglider. Alles erschien so klein, selbst die Zugspitze, die hinter uns lag. Es war ein atemberaubendes Erlebnis, das ich jedem, auch Mutlosen, ans Herz legen kann!
Am vorletzten Tag gingen wir wandern. Wir suchten uns eine ansprechende Strecke zu einer Hütte aus, die in nur knapp zwei Stunden zu bewältigt sein sollte. Fix und fertig kamen wir allerdings erst in knapp vier Stunden oben an. Doch leider war unser Ziel alles andere als eine kleine rustikale Berghütte, sondern eher eine Kommerzwirtschaft. Eingeengt zwischen Menschen tranken wir ein kühles Getränk, bevor wir die ganze Strecke wieder bergab gehen mussten.
Alles in allem war es dennoch eine sehr entspannende und erholsame Auszeit, die ich mir mitten im Studium nehmen konnte. Nun konzentriere ich mich voll und ganz auf meine Klausuren.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Jul 19, 2018
Autor: Eva
Rubrik: studium
Jul 19, 2018

Die Lehrer von morgen

Hochsensibilität - 1

Heute möchte ich ein Thema ansprechen, das mir besonders am Herzen liegt: Hochsensibilität. Ich wusste selbst lange nichts von diesem Phänomen und habe erst über das Internet davon erfahren. Doch schon nach fünf Minuten des Lesens wusste ich, dass es die wohl beste Erklärung für viele meiner Charaktereigenschaften ist, die ich bisher gefunden habe.
Ich bin kein Fan davon, sich selbst nach einer Google-Recherche Diagnosen zu stellen, und ich möchte damit keineswegs alles entschuldigen, was mir nicht an meinem Verhalten gefällt. Trotzdem erklärt es vieles und dafür ich bin sehr dankbar.
Ungefähr 15 Prozent der Menschen nehmen Empfindungen und Reize stärker wahr als andere. Dabei kann es um Sinnesreize wie Lautstärke gehen (sensorische Hochsensibilität), aber auch um zwischenmenschliche Beziehungen und Spannungen (empathische Hochsensibilität) sowie um spirituelle oder kognitive Hochsensibilität.
Hochsensible Menschen sind also mit einer sehr genauen Wahrnehmung ausgestattet, womit häufig auch eine künstlerische Begabung einhergeht. Ihnen sind Situationen jedoch oft zu viel, weil der Grat zwischen Langeweile und Überreiztheit sehr schmal ist – viele Hochsensible ziehen sich daher zurück und drohen, sich abzuschotten. Oft tun sie sich schwer, Entscheidungen zu treffen, und häufig hallen Gesprächsfetzen lange in ihnen nach.
Ich selbst ordne mich dem empathischen Typ zu, denn mir gehen zwischenmenschliche Situationen sehr nahe. Ich habe oft das Gefühl, dass jemand böse auf mich sein könnte, weil mir kleinste Dinge seltsam vorkommen und ich etwas in Nuancen hineinlese, die andere wahrscheinlich gar nicht wahrnehmen. Dass ich dafür jetzt einen Namen gefunden habe und weiß, dass es anderen auch so geht, hilft mir sehr.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Jul 18, 2018
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Jul 18, 2018

Die Lehrer von morgen

Vier Tage KoMa ...

… aber von viel Schlaf konnte nicht die Rede sein. KoMa steht für die Konferenz der deutschsprachigen Mathematikfachschaften, die im Mai in Berlin stattfand. Mit acht anderen Fachschaftlern fuhr ich in die Hauptstadt. Ich muss zugeben, dass ich mich im Vorfeld nicht viel über die KoMa informiert hatte. Ich fand einfach die Leute cool, die mitfahren wollten, und der Austausch mit anderen Mathematikfachschaften klang interessant.
Als KoMa-Neuling wurde ich am ersten Abend gebrieft, was auf mich zukommen würde: Mittwoch das Anfangsplenum, Freitag ein Zwischenplenum und Samstag ein Abschlussplenum. Dazwischen würde es Arbeitskreise (AK) geben, in denen man mit anderen Fachschaftlern über bestimmte Themen reden konnte. Besonders interessant war für mich der AK zu Nachhaltigkeit im Lehramt. Ich unterhielt mich mit anderen Fachschaftlern – größtenteils ebenfalls angehenden Lehrern – über das Problem, dass Mathe-Lehrämtler schlechtere Noten erzielen als Fachbachelor-Mathematiker, darüber, welche Gründe dafür ausschlaggebend sein könnten (Motivationsprobleme, Stigmatisierung, ein problematischer Studienaufbau und fehlender Kontakt zu den Fachstudenten waren unsere größten Punkte) und welche Lösungsansätze wir vorschlagen wollen. Die Ergebnisse werde ich in meine Arbeit als Lehramtsreferentin einbeziehen.
Andere AKs haben aber sogar sogenannte Resolutionen formuliert. Das sind Schreiben von der KoMa an Universitäten oder Ministerien, in denen gefordert wird, bestimmte Dinge umzusetzen. In einem AK haben wir zum Beispiel eine Resolution verfasst, die sich mit dem neuen Hochschulgesetz in NRW befasst, in einer anderen ging es darum, dass die Unis konsequenter die Rechte von studentischen Hilfskräften achten sollen. Eine Resolution wird erst dann abgeschickt, wenn es unter allen Teilnehmern der KoMa keine Gegenrede mehr gibt – manchmal dauerten die Diskussionen bis spät in die Nacht, interessant war es aber allemal.
Aber die KoMa bestand nicht ausschließlich aus Diskussionen: Wir unterhielten uns viel mit anderen Fachschaftlern, spielten Karten oder machten Musik. Nach dem siebenstündigen Abschlussplenum wurde dann der AK „Durchmachen“ einberufen …
Die Tage in Berlin waren sehr anstrengend, aber sehr produktiv – das war sicherlich nicht meine letzte KoMa.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Jul 17, 2018
Autor: Janna
Rubrik: studium
Jul 17, 2018