interaktiv

Die Lehrer von morgen

Hochsensibilität - 2

Autor:
Hannah

Rubrik:
studium

24.07.2018

Meine Freunde sind alle sehr liebe Menschen und haben sich immer viel Mühe gegeben mich zu verstehen, sind aber oft gescheitert. Gespräche über meine Gefühlslage endeten häufig mit dem Rat, ich solle mir nicht so viele Gedanken machen. Das konnte mich hin und wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen, aber immer öfter fragte ich mich, was mit mir nicht stimmt. Warum bekommen es alle besser hin als ich? Wie können sie so selbstbewusst mit schwierigen Situationen umgehen? Und warum nehme nur ich mir immer alles zu Herzen?
Dass mein dünnes Fell auch eine Gabe sein könnte, dass ich dadurch feinfühliger auf Menschen reagieren kann, habe ich bisher nicht gesehen. Dabei liegt es doch auf der Hand: Wenn ich nicht so wäre, wie ich bin, könnte ich auch keine Geschichten schreiben, die andere berühren, und ich wäre keine so einfühlsame Freundin und Pädagogin.
Ich bin glücklich, dass ich das alles jetzt im Zusammenhang der Hochsensibilität sehen kann. Denn dadurch kann ich die Momente, in denen mir Kleinigkeiten zu nahe gehen, gut ertragen. Ich werde daran arbeiten, mir nicht ständig selbst im Weg zu stehen, aber gleichzeitig selbstbewusster mit meinen Charaktereigenschaften umgehen.
Ich möchte übrigens keineswegs sagen, dass hochsensible Menschen besser sind als normalsensible – sie sind eben einfach anders, aber das ist okay und zumindest sind sie weder schlechter noch schwächer. Das war eine wichtige Erkenntnis für mich.

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