interaktiv

Die Lehrer von morgen

Initiative ergreifen

Autor:
Eva

Rubrik:
studium

14.08.2018

Beengt, marode und von einem Wasserschaden betroffen. Ein einzelner Raum für zahlreiche Kleinkinder, kein warmes Wasser und kein Rückzugsort für Erzieher. Die Wand bröckelt, Stühle drohen zu zerbrechen und Räume können – wegen mangelndem Brandschutz – nicht genutzt werden. So sieht im Moment der Kindergarten in meiner Heimat aus, den schon meine Mutter besucht hatte. Die Sanitäranlagen blieben seither unverändert, der Kindergarten verwahrlost vor den Augen der Eigentümer. Die Verantwortlichen sehen weg. In der nächstgelegenen Stadt wird dagegen – unter einem anderen Träger – ein neues Kindergartenzentrum gebaut, in dem Erzieher, Logopäden und Ergotherapeuten zusammenarbeiten. Dafür gibt es kaum Möglichkeiten für die Kinder, draußen zu spielen. In meinem Heimatdorf stehen Wiesen, Wälder und Bäche zur Verfügung und die Kinder haben Freiraum, um sich bewegen zu können. Natürlich spielt Förderung auch eine Rolle. Die Frage ist nur, wie viel Leistungsdruck wir unseren Kindern zumuten können? Was bringt das alles, wenn man nicht einmal ganz banale Dinge kennt, wie das Gefühl in eine Regenpfütze zu springen, frei über weite Felder zu springen oder einen Unterschlupf im Wald zu bauen? Deshalb setzen wir uns im Dorf für einen neuen Kindergarten in unserer Heimat ein. Vergangenen Montag fand ein gemeinsames Treffen, gerichtet an alle Interessenten und Unterstützer dieser Idee, statt. Wir verdeutlichten die unzumutbare Lage im Kindergarten und ermutigten zu einer gemeinschaftlichen Gründung eines Fördervereins. Wir hoffen, damit unserem Ziel ein Stück näher zu kommen.

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