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Die Lehrer von morgen

Kräuterwanderung

Neulich wurde in unserer lokalen Zeitung auf eine Kräuterwanderung hingewiesen, die in unserem Nachbardorf stattfinden sollte. Meine Mutter fragte mich, ob ich Lust hätte, daran teilzunehmen. Da ich Botanik unglaublich spannend finde, sagte ich zu.
An einem Sonntag trafen wir uns und lernten eine angehende Wildnispädagogin kennen, die die Führung leitete. Ich war die jüngste Teilnehmerin, aber das machte mir nichts aus. Wir starteten unseren kleinen Rundgang auf einer Wiese, die regelmäßig von Schafen beweidet wird. Hier entdeckten wir Schlehen, Weißdorn, Schafgarbe und Thymian. Die Leiterin informierte uns über den Namen, die Verwendung, die Wirkung und auch über die historische Nutzung der Pflanzen. Eifrig machte ich mir Notizen.
Wir bewegten uns weiter in Richtung Wald, in dem wir den Speierling, einen Wildobstbaum kennenlernten. Er ist nicht nur bei uns Menschen zur Herstellung von Holzmöbeln sehr beliebt, sondern auch bei den Tieren. Vor allem Rehe fressen gerne seine Rinde. Allerdings wächst er nur sehr langsam und ist sehr empfindlich, weswegen er nur selten zu finden ist.
Die Führung war sehr informativ. Wir bekamen viele Tipps, zum Beispiel wie man Harz als Salbe verwenden kann oder wie Brennnesseln bei Eisenmangel helfen.
Zum Abschluss sammelten wir heruntergefallene Äpfel und pressten sie mit einer Maschine, die handbetrieben wurde. Es kostete einiges an Kraft, die Äpfel zu pressen und viele Wespen wurden von dem süßlichen Geruch angelockt. Dennoch lohnte sich die ganze Tortur, da der Apfelsaft richtig lecker schmeckte – kein Vergleich zum gekauften. Ich konnte kaum glauben, was für ein großer Aufwand betrieben wurde, um ein Gläschen Saft zu gewinnen.
Zuhause stellten meine Mutter und ich eine leckere Kräutermischung aus den gesammelten Pflanzen zusammen, die wir auf ein Butterbrot streuten. Das schmeckte herrlich!

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Sep 13, 2018
Autor: Eva
Rubrik: studium
Sep 13, 2018

Die Lehrer von morgen

Urlaubsplanung

Ein Grund, warum mein Urlaub so unspektakulär war: Ich hatte genau dann frei, als mein Freund für seine Examensklausur lernen musste und daher keine Zeit für mich hatte. Dadurch konnten wir kaum etwas gemeinsam unternehmen. Klar, wir aßen zusammen, schauten abends auch manchmal einen Serie an oder ich las ihm etwas vor – darüber hinaus ist aber nichts passiert. Nicht einmal ein gemeinsamer Waldspaziergang ist bisher drin gewesen, denn meistens lernt er nicht bei uns zu Hause, sondern verbringt in Tübingen den ganzen Tag in der Bibliothek – und kommt dann total geplättet nach Hause.
Ich sollte aufhören, mich in Konjunktiven und Eventualitäten zu verlieren, aber es wäre einfach schön gewesen, wenn der Kindergarten statt im August im September geschlossen hätte und wir einen Belohnungs-Urlaub hätten machen können oder zumindest ein paar Ausflüge von zu Hause aus. So war es doppelt ungünstig – einerseits meine Langeweile und dazu diese Anspannung, die die ganze Zeit bei uns in der Luft lag. Ich hoffe sehr, dass wir die Zeit nach seinem Examen ausgiebig genießen und feiern können. Immerhin muss ich dann nur noch drei Tage in der Woche im Kindergarten arbeiten. So könnten wir auch einfach mal von Freitag bis Montag wegfahren.
Eigentlich ist es auch kein Drama, ein Jahr mal keinen Urlaub zu machen, vor allem, da ich in den vergangenen Jahren viele tolle Reisen unternommen hatte, zum Beispiel nach Südafrika, Indonesien, Israel und Marokko. Aber zum erfolgreichen Bestehen des Ersten Staatsexamens hätte ich mich gerne belohnt. Die nächste Gelegenheit kommt bestimmt.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Sep 12, 2018
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Sep 12, 2018

Die Lehrer von morgen

Ferientief

Gerade habe ich eine Phase, in der mir nicht nach bloggen zumute ist. Es gibt einfach nicht so viel zu erzählen und meine Laune ist durchschnittlich bis schlecht. Darüber zu schreiben fällt mir schwer. Ich versuche es heute trotzdem, weil es euch vielleicht hilft, zu sehen, dass auch bei anderen nicht immer alles nur positiv ist.
Der Kindergarten, in dem ich arbeite hat seit drei Wochen zu. Das bedeutet ich habe frei. Ich kann die Aktivitäten, die ich seither gemacht habe, wahrscheinlich an einer Hand abzählen. In der ersten Woche hat eine gute Freundin aus dem Studium geheiratet. Ich habe bei der Dekoration geholfen und eine Rede für diesen Anlass geschrieben, außerdem musste ich noch passende Schuhe kaufen. Die erste Woche war ich also noch ganz gut ausgelastet.
In der zweiten Woche hatte ich einen Arzttermin und war in der Fahrschule. Das war es mehr oder weniger. Mir wird klar: Mir fehlen soziale Kontakte, aber das lässt sich nicht von heute auf morgen ändern. Das passiert wohl, wenn man nach dem Studium wegzieht. Es ist nicht so leicht, neue Freunde zu finden. Und dabei bin ich sehr kommunikativ. Gerade sind aber alle meine Freunde, die ich hier vor Ort habe, im Urlaub. Und sie haben natürlich auch weit mehr Freunde als ich, weshalb ich häufiger Interesse an einem Treffen habe als sie.
Für mich ist das eine ganz neue Situation, weil ich mich in Ludwigsburg sozial voll eingebunden war und vor Verabredungen kaum retten konnte. Manchmal frage ich mich, wie es Menschen geht, die immer Schwierigkeiten in der sozialen Interaktion haben und auch im Studium nur wenige Kontakte knüpfen konnten. Ich bin ja doch noch ziemlich privilegiert in dieser Hinsicht.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Sep 6, 2018
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Sep 6, 2018