interaktiv

Die Lehrer von morgen

Ansätze einer angemessenen Beratung

Autor:
Eva

Rubrik:
studium

13.12.2018

Ich besuchte am Wochenende ein Seminar, das sich um die wichtigen Aspekte einer sonderpädagogischen Beratung drehte. Aufgrund der kurzen Zeit war es eher oberflächlich, aber dennoch informativ.
Zu Beginn wurden uns Situationen mit verschiedenen Antwortmöglichkeiten vorgestellt; wir sollten uns jeweils für eine entscheiden.
Es gab beispielsweise eine Antwortmöglichkeit, die mitleidig war, eine, die verurteilte, eine, die nachfragte und so weiter. Unsere Gruppe wählte vor allem den Ratschlag gebenden Antworttyp. Wir versetzten uns in die Lage des Gegenübers und überlegten, was wir in dieser Situation tun würden. Im Laufe des Seminars stellte sich allerdings heraus, dass das nicht der ideale Weg einer Beratung ist.
Wir analysierten weiterhin Gespräche. Es wurde uns ein nicht gelungenes und ein gelungenes Beispiel vorgestellt. Im guten Beispiel überließ der Berater dem Ratsuchenden den Gesprächsverlauf. Er antwortete überwiegend mit einem kurzem „Ja“, um ihm zuzuhören und sich besser in seine Welt versetzen zu können. Durch den hohen Redeanteil des Klienten, soll dieser selbst einen Lösungsweg finden.
Diese Vorgehensweise basiert auf einer Theorie auf, die von Carl Rogers begründet wurde. Er plädiert grundlegend auf Echtheit, einfühlendes Verstehen und bedingungslose Akzeptanz. Alles in allem interessiert den Berater nur, wie sich die befragte Person fühlt. Es ist entscheidend zu verstehen, was für den anderen relevant oder entscheidend ist. Es geht hierbei nicht darum eine Lösung zu finden, zu interpretieren oder zu bewerten. Es geht um das Einfühlen in die andere Person. Der Ratsuchende soll so selbst eine Lösung für sein Problem finden.

 

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