interaktiv

Die Lehrer von morgen

Zurück in der Schule

Autor:
Janna

Rubrik:
studium

17.12.2018

In den vergangenen Wochen habe ich wenig von meinem Studentenleben berichtet. Grund dafür ist mein Praxissemester, das im September begonnen hat. Ich musste in meiner Praktikumsschule ankommen, mir einen Stundenplan basteln und Dinge für meine Projektarbeiten koordinieren. Außerdem war ich zu Semesterstart als Lehramtsreferentin an meiner Uni gut beschäftigt mit der Einführung der Erstsemester.
Mein Praxissemester verbringe ich an einem Gymnasium in katholischer Trägerschaft für Jungen. Die rein männliche Schülerschaft irritiert mich erstaunlich wenig – nur da sich die Namen häufiger doppeln als in einer koedukativen Schule, ist das Namenlernen schwierig. Dass vor fast allen Unterrichtsstunden gebetet wird, war für mich hingegen sehr ungewohnt. Mittlerweile finde ich diesen ruhigen Moment aber gar nicht so schlecht, denn eine kurze Ruhephase am Anfang jeder Stunde ermöglicht einen konzentrierteren Start in den Unterricht.
Schön ist außerdem, zu sehen, wie viel ich im Studium schon gelernt habe. Inzwischen kann ich zwischen gutem und schlechtem Unterricht differenzieren. Eine Lehrerin macht mit ihren Schülern zum Beispiel einmal pro Woche einen kurzen Rechentest, der nicht in die Note einfließt, aber den Schülern einen Zwischenstand gibt, wie gut sie den Stoff beherrschen. Es gab aber auch Lehrer, die ihre Schüler bei jedem Mucks zu Strafarbeiten verdonnerten. Deswegen war es gut, dass ich mir meinen Stundenplan selbst zusammenstellen konnte – mit den Lehrern, die ich jetzt jede Woche sehe, komme ich gut zurecht und freue mich darauf, wenn ich nach den Ferien selbst einzelne Stunden unterrichten darf.

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