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Die Lehrer von morgen

Mein erster Unterrichtsbesuch

Autor:
Hannah

Rubrik:
studium

12.06.2019

Kurz nach den Osterferien hatte ich meinen ersten Unterrichtsbesuch. Vorab musste ich einen Entwurf für meinen Unterricht anfertigen, in dem ich auf über 20 Seiten erklärte, warum ich meinen Unterricht so machen möchte und nicht anders. Dabei nahm ich auf den gültigen Bildungsplan Bezug, analysierte die Wichtigkeit des Themas für die Schülerinnen und Schüler und zeigte auf, welche Anpassungen für die konkrete Klasse notwendig sind. Außerdem habe ich natürlich viel Zeit damit verbracht, Material für die Stationenarbeit zu basteln.
Einen Tag vor meinem Unterrichtsbesuch habe ich alles im Klassenzimmer vorbereitet, damit ich nachts ruhig schlafen konnte. Ich hatte Sorge, etwas nicht so umsetzen zu können, wie ich es mir vorgenommen hatte. Am Ende lief aber alles soweit nach Plan. Zu Besuch waren meine Ausbilderin vom Seminar und eine andere Referendarin. Beide saßen zusammen mit meiner Mentorin hinten in der Klasse und beobachteten den Unterricht.
Anschließend folgte die Reflexion in zwei Phasen: Zuerst in Zweiergruppen (Ausbilderin und Mentorin; andere Referendarin und ich), dann zu viert. In den Zweiergruppen wurden Notizzettel mit Sternen („Das war gut“) und mit Lupen („Darauf sollte man noch genauer schauen“) beschrieben. In der Phase zu viert stellte erst ich die gefundenen Sterne vor, dann die Ausbilderin ihre, dann wieder ich meine Lupen und die Ausbilderin ihre. Am Ende durfte ich aus meinen Lupen-Zetteln zwei bis drei auswählen, die ich mir als nächstes vornehmen möchte. Diese wurden als Baustellen in einem Protokoll festgehalten, an denen ich bis zu meinem nächsten Besuch arbeiten sollte.

Insgesamt habe ich die Kritik als sehr wertschätzend und konstruktiv empfunden. Ich konnte alle Punkte nachvollziehen und habe mich nicht persönlich angegriffen gefühlt. Das hat mir sehr gut getan. Insgesamt hat mir diese Erfahrung die Sorge vor den nächsten Besuchen genommen, allerdings ist beim nächsten Mal mein Schulleiter mit dabei – das wird also auch wieder aufregend.

 

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