interaktiv

Die Lehrer von morgen

Erwachsenenbildung

Autor:
Hannah

Rubrik:
studium

02.07.2019

Zwischen meinem Examen und meinem Referendariat habe ich eine Weile als wissenschaftliche Hilfskraft für meine Professorin gearbeitet. Diese Professorin schrieb mir im Frühling eine E-Mail und fragte mich, ob ich mir zutrauen würde, sie bei einem Vortrag zu vertreten. Der Vortrag richtete sich an Teilnehmer eines Lehrgangs im Horizontalen Laufbahnwechsel (HoLa), also an Lehrerinnen und Lehrer, die ursprünglich ein allgemeines Lehramt (z.B. Grundschule oder Realschule) studiert haben, nun aber schon mehrere Jahre an einem SBBZ (Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum) arbeiten und nachträglich noch die Qualifizierung als Sonderpädagogen erlangen wollen. 90 Minuten sollte ich ihnen etwas darüber erzählen, wie man das Sprachverständnis von Kindern und Jugendlichen diagnostizieren kann. Mir war ziemlich schnell klar, dass ich diese Chance nutzen wollte! Ich fand es richtig schön, dass sie mir so etwas zutraute, es könnte meine erste Erfahrung in der Erwachsenenbildung sein und ich bekam sogar ein Honorar dafür.
Die Organisation des Vortrags war zeitlich etwas schwierig, weil ich eine Woche vor dem Termin meinen Unterrichtsbesuch hatte und es mir nicht gelang, mich auf beides gleichzeitig vorzubereiten. In den Osterferien hatte ich mich bereits mit meiner Professorin getroffen, sie hatte mir relevante Tests ausgeliehen und alte Präsentationen zum Thema mitgegeben. Für das Erstellen meiner eigenen Präsentation und das Üben des Vortrags sowie weitere organisatorische Fragen hatte ich dann aber nur noch eine Woche Zeit.
Am Tag des Vortrags selbst war ich eher im positiven Sinne aufgeregt. Der Vortrag fand am Seminar statt, an dem ich auch ausgebildet werde, ich kannte also die Räumlichkeiten. Es war eine angenehme Atmosphäre und die Teilnehmer waren sehr interessiert. Und auch der Rest lief gut, sogar mein Zeitmanagement. Hin und wieder kamen Fragen, auf die ich am nächsten Tag eine bessere Antwort gewusst hätte, aber ich reagierte gelassen. Im Nachhinein habe ich erfahren, dass die Teilnehmer mich „wahnsinnig souverän“ fanden. Das hat mich natürlich sehr gefreut! Insgesamt war es echt eine tolle Erfahrung und ich würde eine solche Möglichkeit jederzeit wieder annehmen.

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