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Die Lehrer von morgen

Zweifel

Das neue Schuljahr hat begonnen und mit ihm kamen auch die Zweifel zurück. Ein halbes Jahr Referendariat liegt bereits hinter mir. Und auch wenn es heißt, das erste Halbjahr sei das einfachste, fand ich es doch oft nervenaufreibend.
Eine meiner Mitreferendarinnen meinte neulich, dass man nach den Sommerferien ganz anders wahrgenommen wird von den Kollegen. Und ich glaube, das stimmt. Man hat schon ein Halbjahr durchgehalten und darf jetzt richtig mitmischen. Irgendwie fühlt sich das alles sehr schön an. Ich gehöre dazu und hin und wieder wird bereits das Thema auf meine Zukunftspläne gelenkt. Ich werde gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, an der Schule zu bleiben. Aber ganz ehrlich: Gerade bin ich mir nicht so sicher. Ich liebe die Schule, ich liebe das Kollegium und ich liebe die Kinder. Trotzdem weiß ich nicht, ob das reicht. Weil ich es nicht liebe, abends um sieben noch die Deutschstunde für den nächsten Tag vorzubereiten. Weil ich es nicht liebe, krampfhaft zu versuchen, unmotivierte Kinder zum Lernen zu bringen. Weil ich es nicht liebe, dass ich in der Schule den ganzen Tag von A nach B renne, kaum eine Pause habe und permanent performen muss.
Alle sagen, dass das Referendariat die härteste Zeit ist – wegen der Bewertungssituation und allem was dazu gehört. Alle sagen, dass es später besser wird, wenn man ein paar Jahre Routine hat. Was ich mich dabei aber frage: Wie soll man sich bewusst für diesen Beruf entscheiden, wenn man erstmal eine „schlimme Zeit“ durchstehen muss? Ich meine, wer selbst das Referendariat liebt, der kann sich danach sicher sein, den richtigen Beruf gewählt zu haben. Aber ich liebe das Referendariat nicht, nicht immer zumindest. Welchen Schluss soll ich dann daraus ziehen?

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Oct 29, 2019

Die Lehrer von morgen

Versicherungen im Referendariat

Vergangene Woche nahm ich an einem Workshop von Lehrerkompass teil. Die Idee der Organisation ist es, angehende Referendare über Versicherungen aufzuklären und eine passende für jeden zu finden. Der Schwerpunkt des Workshops lag vor allem auf Krankenversicherungen, Dienstunfähigkeitsversicherungen und Haftungsversicherungen. Kaum Angekommen, erhielt ich neben einer netten Begrüßung eine Mappe mit Handout und Notizblock und wir wurden in Kleingruppen eingeteilt. Zuerst erfuhren wir etwas über den Verdienst im Referendariat. Die Höhe unterscheidet sich je nach Art der Krankenversicherung. Denn für Beamte ist es günstiger, sich privat versichern zu lassen, da besondere Tarife für sie gelten. Es muss allerdings zusätzlich eine Beihilfeversicherung abgeschlossen werden, um eine volle Rundumversorgung garantieren zu können. Uns wurden Bedingungen aufgezeigt, um bei einer privaten Krankenkasse ein volles Mitglied werden zu können. Außerdem gaben uns die Organisatoren Tipps und Tricks, wie man sich richtig für eine private Krankenversicherung anmeldet. Weiterhin wurde die Dienstunfähigkeitsversicherung und die Haftpflichtversicherung vorgestellt. Mit Hilfe einer Checkliste kann man herausfinden, welche Versicherungen die passenden für einen sind. Trotz des hilfreichen Workshops habe ich einen privaten Termin bei Lehrerkompass vereinbart, um die richtigen Versicherungen für mich auszuwählen. Die Teilnahme ersparte mir auf jeden Fall viel Arbeit und Zeit, weswegen ich es jedem nur empfehlen kann.

Autor: Eva  |  Rubrik: orientieren  |  Oct 22, 2019
Autor: Eva
Rubrik: orientieren
Oct 22, 2019

Die Lehrer von morgen

Verliebt, verlobt, verheiratet

Am vergangenen Samstag war die kirchliche Trauung meines Bruders. Schon früh am Morgen besuchten meine Großmutter, Mutter und ich den Friseursalon und ließen uns rundum verschönern. Aufgeregt schlüpfte ich in mein weinrotes langes Kleid mit Rückenausschnitt. Nachmittags begann der Gottesdienst. Er wurde von der Zwillingsschwester der Braut gehalten, da diese Pfarrerin ist. Eine weitere persönliche Note verlieh ich der Trauung, denn eine Freundin und ich bereiteten zwei Liedstücke für die Trauung vor. Die Tante der Braut hatte die Kirche mit Blumen geschmückt. Sie hat eine Gärtnerei. Mein Neffe wurde an diesem Tag neben der Trauung getauft. Seelenruhig und schlafend ließ er die Prozedur über sich ergehen.
Nach dem Gottesdienst fuhr das Brautpaar mit einem Oldtimer Traktor in Richtung Location. Mit lautem Gehupe folgten wir der Kolonne. In der Gastwirtschaft angekommen gab es Kaffee und Kuchen und ein paar Ansprachen. Die Freunde meines Bruders bereiteten eine Brautentführung im Schützenhaus vor. Es gab dort Musik und Sekt. Die Stimmung wurde lockerer und ich kam mit vielen Verwandten und Bekannten ins Gespräch. Nachdem der Bräutigam die Braut gefunden hatte lief die Gesellschaft wieder zur Wirtschaft. Es wurde eine Hochzeitssuppe serviert. Weiterhin gab es ein reichlich gefülltes Buffet und „heiße Liebe“ zum Dessert. Nach dem Brauttanz wurde die Tanzfläche eröffnet. Jeder Gast durfte Liedwünsche auf einen Zettel notieren und sie dem DJ geben. Es waren demnach Lieder für Jung und Alt geboten. Wir tanzten fleißig bis in die Nacht. Um Mitternacht wurden Vesperplatten mit verschiedenen Wurst- und Käsesorten aufgedeckt.
Ich hatte mir vorab viele Gedanken über mein Geschenk an das Brautpaar gemacht. Das Brautpaar wünschte sich eigentlich Geld, doch ich empfand das als zu unpersönlich für mich. Ich entschloss mich daher, ein Gutscheinbuch zu gestalten. Es beinhaltet sowohl Geldgutscheine als auch persönliche Gutscheine wie beispielsweise ein gemeinsames Frühstück oder einmal Babysitten. Mein Bruder und seine Frau freuten sich sehr darüber.
Alles in allem gefiel mir der Tag sehr gut. Ich fühlte mich wohl und freute mich, meine Verwandten wieder einmal zu Gesicht zu bekommen.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Oct 11, 2019