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Die Lehrer von morgen

Tapetenwechsel

Mein älterer Bruder ist mit seiner kleinen Familie ausgezogen. Sie suchten sich eine größere Wohnung, da die meines Bruders zu klein wurde. Er baute damals über unserer Garage eine Einzimmerwohnung mit Bad und einer Küchenzeile aus. Es ist ein geräumiges Zimmer, das in einen Wohn- Schlaf und Essbereich eingeteilt werden kann. Es ist hell und hat schöne Holzbalken an der Decke.
Da es nun leer steht, werde ich dort einziehen. Bisher schlafe ich, wenn ich in meiner Heimat bin, noch in meinem alten Kinderzimmer. Teilweise sind dort noch die uralten Möbel aus meiner Kindheit platziert, die bunt zusammengewürfelt sind. Zudem teile ich das Bad mit meinen Eltern. Ich bin froh bald meinen eigenen Bereich für mich zu haben.
Das Zimmer meines Bruders wird zunächst gestrichen, da die Farben nicht meinem Geschmack entsprechen. Ich hätte die Wände gerne in warmen Kaffeefarben. Außerdem brauche ich neue Möbel für das Zimmer. Ich kann lediglich mein Bett und meinen Schreibtisch aus meinem alten Zimmer beisteuern. Nach einem neuen Sofa habe ich mich schon umgesehen, doch die sind ganz schön teuer. Andere Möbel wie einen Esstisch mit Stühlen oder ein Regal werde ich gebraucht kaufen, da ich mir die Einrichtung ansonsten nicht leisten könnte. Geschirr und sonstige Utensilien versuche ich günstig zu erwerben.
Neben meinem Staatsexamensstress kümmere ich mich daheim also um den Umzug. Ich freue mich einerseits sehr auf mein neues Zimmer, andererseits ist es mit Kosten und Zeitaufwand verbunden, wovon ich von beiden wenig habe. Weiterhin weiß ich nicht, wohin ich ins Referendariat geschickt werde. Geht es weiter weg, brauche ich wieder eine Wohnung, die ich ausstatten muss. Es nervt mich inzwischen, ständig packen zu müssen und nirgendwo sesshaft werden zu können. Sehnsüchtig denke ich an die Weihnachtsferien, in denen ich hoffentlich in Ruhe an meinen Projekten Staatsexamen und Umzug arbeiten kann.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Nov 22, 2019

Die Lehrer von morgen

Monstermengen beim Foodsharing

Kostenloses Essen, das man sich sonst nicht kaufen würde, ist aber nicht der eigentliche Anreiz des Foodsharings. Eigentlich soll es darum gehen, dass weniger Essen weggeschmissen wird. Deswegen warne ich meine WG und meinen Freundeskreis meistens schon vor, wenn ich Lebensmittel abhole. So bekomme ich einiges an Essen los – was gerade sinnvoll ist, wenn man wie ich zuletzt acht Basilikumsträucher in der Küche stehen hat, die man niemals alleine verbrauchen könnte. Reste bringe ich manchmal in den Fairteiler, aber häufig schaffe ich es, alles selbst an Menschen zu verschenken.
Manchmal ist es aber auch schwierig, das ganze Essen loszuwerden: Letzte Woche war ich bei einer Bäckerei eingesprungen, für die sich kein Foodsaver gefunden hatte – und obwohl bei dem Betrieb normalerweise drei bis fünf Leute abholen, konnte niemand mehr dazukommen, um mich zu unterstützen. Ich organisierte mir also zwei Freunde als Tragehelfer und packte ganz allein eine Ikeatasche, einen großen und zwei mittlere Lebensmitteleimer, diverse Tupperdosen in meinem Rucksack und neun Jutebeutel voll mit belegten Brötchen, Teilchen und Croissants. Zu dritt bekamen wir das ganze Essen zwar geschleppt, aber die Menge war wirklich riesig. Wir schleppten alle Backwaren erst einmal zu der WG von Freunden in der Nähe, wo Mitbewohner und Besuch einiges mitnehmen oder selbst essen konnten. Die Menge, die ich mit nach Hause nahm, hatte sich aber immer noch nur um fünf Jutebeutel und einige Croissants und Brötchen aus der Ikea-Tasche reduziert. Das Problem, vor dem ich jetzt stand, war, dass die Kühlkette eingehalten werden musste. Belegte Brötchen mit tierischen Produkten müssen bei bestimmten Temperaturen gelagert werden. 50 Brötchen mit Schnitzel, Käse oder Ei passten aber nicht in den ohnehin immer vollen Kühlschrank meiner WG. Die Nacht war kalt, von daher wurden die Brötchen auf den Balkon ausgelagert.
Am nächsten Tag schrieb ich in verschiedene WhatsApp-Gruppen und konnte so schließlich einige Backwaren an der Uni verteilen. Der Rest reichte immer noch gut aus, um die Gäste, die ich abends für meine Geburtstagsfeier eingeladen hatte, zu sättigen, aber konnte irgendwie bewältigt werden. Die Erfahrung hat nicht nur mir, sondern auch meinen Freunden mal wieder gezeigt, welche Massen an Lebensmitteln weggeschmissen werden würden und wie wichtig es darum ist, dass Menschen sich dafür einsetzen, sie zu retten – denn Lebensmittel gehören nicht in den Müll.

Autor: Janna  |  Rubrik: orientieren  |  Nov 19, 2019

Die Lehrer von morgen

Gesundheits- und Sexualerziehung

Dieses Semester wählte ich ein Blockseminar, das an drei Samstagen stattfindet. Das Thema war „Gesundheits- und Sexualerziehung im Biologieunterricht“. Vergangenen Samstag fand das Seminar zum ersten Mal statt. Es wird von einer Mittelschullehrerin gehalten, die viel Praxiserfahrung ins Seminar einfließen lässt. Wir sind nur ein kleiner Kurs mit elf Studierenden, weshalb sofort eine entspannte Atmosphäre aufkam.
Zunächst wurden wir über den Ablauf des Seminars informiert. Dann begann das Seminar mit den rechtlichen Grundlagen bezüglich der Sexualerziehung an Schulen. Es müssen beispielsweise Elternbriefe an der Schule ausgeteilt werden, weil man von ihnen die Einverständniserklärung für die Teilnahme ihrer Kinder am Unterricht braucht. Manche wollen das aus religiösen Gründen nicht.
Dann sahen wir uns einzelne Lehrpläne unterschiedlicher Schularten bezüglich der Inhalte zur Gesundheits- und Sexualerziehung an. Aus dem Lehrstuhl der Sonderpädagogik nahm neben mir noch eine andere Kommilitonin teil. Wir erstellten gemeinsam eine Sequenz zur Sexualerziehung für die achte Klasse. Eine Sequenz meint eine Abfolge an Unterrichtsstunden mit bestimmten Thematiken, die behandelt werden. Es nahm mehr Zeit in Kauf als wir angenommen hatten. Am Nachmittag präsentierten wir uns unsere Sequenzen gegenseitig und diskutierten über unsere unterschiedliche Herangehensweise, die dennoch sehr ähnlich war.
Als Nächstes bereiteten wir in kleinen Gruppen eine Unterrichtsstunde zur Thematik Ernährung vor. Eine Unterrichtsstunde zu konzipieren benötigt viel Zeit, Absprache und Kreativität. Wir durften hierzu die komplette Teilbibliothek mit Büchern, Modellen und Unterrichtsbroschüren nutzen. Bei der nächsten Seminarsitzung werden die Ergebnisse präsentiert, diskutiert und ausgetauscht. Weiterhin werden uns einige Organisationen wie beispielsweise ProFamila besuchen, die uns wertvolle Tipps geben, wie mit dem sensiblen Bereich Gesundheits- und Sexualerziehung umgegangen werden kann. Im Sommer dürfen wir dann unsere gesammelten Erfahrungen praxisnah an der Klasse der Dozentin ausprobieren. Es ist ein tolles Seminar, das unheimlich viele Möglichkeiten und Hilfestellungen liefert.

Autor: Eva  |  Rubrik: orientieren  |  Nov 18, 2019
Autor: Eva
Rubrik: orientieren
Nov 18, 2019