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Die Lehrer von morgen

Glück im Unglück

Kurz vor Weihnachten fuhr ich mit einem Studienkollegen in meine Heimat. Als ich mit meinen Koffer nach draußen kam, wurde mir klar, dass der wunderschöne weiße Schnee, den ich vom Fenster aus beobachtet hatte, nur noch nasser Matsch war. Der Schneematsch erschwerte uns die Fahrt und auf der Autobahn wurde es kaum besser. Kurz bevor wir die Ausfahrt verlassen mussten, passierte es dann: Wir gerieten ins Schleudern. Mein Bekannter versuchte, das Auto unter Kontrolle zu bekommen, doch es gelang ihm nicht. Wir rutschten von der einen Straßenseite auf die andere und knallten letztlich gegen die Mittelleitplanke der Autobahn. Ich versuchte ruhig zu bleiben und beobachtete, wie die anderen Autos sich an uns vorbei tasteten. Wir standen mitten auf der Überholspur. Als kein Auto mehr kam, stiegen wir schnell aus und hüpften über die Mittelleitplanke. Ein weißer BMW hielt vor unserem Auto mit Warnblinkanalage an. Es war ein Polizist in Zivil. Er unterstützte uns bezüglich der Unfallsicherung und weiterem Vorgehen. Die Straße wurde gesperrt, damit wir das Auto auf dem Seitenstreifen abstellen konnten. Wir informierten die Polizei und kontaktierten einen Abschleppdienst. Nach stundenlangem Warten in der Kälte wurden wir endlich nach Hause gebracht. Wir hatten unheimlich Glück, dass uns nichts passiert ist. Der Blechschaden ist in einem solchen Fall nebensächlich. Weiterhin tat es gut, eine erfahrene Person an der Unfallstelle dabei zu haben, die uns anleitete und uns beruhigte. Zuhause angekommen hatte meine Großmutter eine warme Mahlzeit vorbereitet und nahm mich in den Arm. Ich genoss ein heißes Bad und kuschelte mich früh ins Bett. Obwohl uns nichts passiert war, saß der Schock tief. Ich malte mir verschiedenste Szenarien aus, was hätte passieren können. Dass wir es heil aus der Sache geschafft haben, ist großes Glück. Wir hatten definitiv einen Schutzengel.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Jan 22, 2020
Autor: Eva
Rubrik: studium
Jan 22, 2020

Die Lehrer von morgen

Sommerhäuser Weihnachtsmarkt

Weihnachten ist zwar gerade erst vorbei, aber für die nächste Saison habe ich einen Tipp für euch. Weihnachtsmärkte haben ja eigentlich immer etwas Romantisches und Schönes. Dennoch können einige besonders sein und andere weniger. Ich für meinen Teil liebe so ziemlich jeden Weihnachtsmarkt, den ich besuche. Vergangenes Jahr war ich zum ersten Mal in Sommerhausen, das ganz in der Nähe von Würzburg liegt. Ich hatte gehört, dass dieser in dem kleinen altertümlichen Städtchen sehr schön sein soll.
Ich war zunächst erschrocken über die Massen an Autos und befürchtete einen überlaufenen Weihnachtsmarkt. Doch erstaunlicherweise verlief sich die Menschenmenge in den Gässchen. Der Weihnachtsmarkt zog sich durch die ganze Innenstadt. In Hinterhöfen waren zahlreiche Lichterketten aufgehängt und überall wurden Leckereien angeboten. Es gab Quittenglühwein, Meerrettichsuppe oder Bratapfelkipferl. Ich probierte vieles aus und freute mich, neben den üblichen Bratwurstständen oder Glühweinen, tolle neue Angebote kennenzulernen. Im Schlossinnenhof befanden sich auch verschiedene Stände mit viel selbstgemachten Produkten. Geigen- und Trompetenspieler erfüllten die Gassen mit weihnachtlichen Klängen. Selbst in den verstecktesten Winkeln konnte man handwerkliche Kunst betrachten.
Nicht nur Hinterhöfe und Nebengässchen waren mit Weihnachtsbuden geziert, auch alte Weinkeller und Ställe wurden genutzt, um Ware anzupreisen. Für mich war der Weihnachtsmarkt etwas Besonderes. Hier wurde nicht nach Profit gestrebt, sondern nach Herzlichkeit. Ich kam mit vielen Händlern ins Gespräch, was eine herzliche und persönliche Atmosphäre schaffte. Ich hatte das Gefühl, die ganze Stadt schafft gemeinsam an diesem Projekt und gibt ihm dadurch eine besondere Note.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Jan 15, 2020
Autor: Eva
Rubrik: studium
Jan 15, 2020

Die Lehrer von morgen

LGBTQIA*

Letzte Woche hatte ich ein letztes Mal mein Seminar Gesundheits- und Sexualerziehung. Das Highlight diesmal war der Besuch von der Organisation DejaWÜ. Es ist eine Jugendgruppe mit vielen verschiedenen LGBTQIA* Jugendlichen. LGBTQIA* ist eine Abkürzung für Lesben, Gays (Schwulen), Bisexuellen, Transsexuellen, Queersexuellen, Intersexuellen und Asexuellen Jugendlichen. Der Stern bedeutet, dass alle herzlich Willkommen sind und sich nicht zu einen der Typen einordnen müssen. Die Organisation wurde von einem Schwulen vorgestellt, der die Thematik souverän und authentisch präsentierte. DejaWü wird oft in Schulen eingeladen, um Schülerinnen und Schüler über verschiedene Neigungen zu informieren und eventuell zu beraten.
Der Referent zeigte uns Methoden, die er in der Schule mit den Schülerinnen und Schülern macht, um zunächst die Stimmung etwas aufzulockern. Er zeigte uns ebenfalls eine Bildmethode mit Prominenten, die die Schüler in heterosexuell und nicht heterosexuell einordnen sollen. Viele Schüler haben das Vorurteil LGBTQIA*s nach ihrem äußeren einordnen zu können und scheitern daran. In manchen Fällen trifft diese Einordnung tatsächlich zu, doch dies kann keinesfalls pauschalisiert werden. Sie haben die Möglichkeit anonym Fragen an den Referent aufzuschreiben, die beantwortet werden. Es ist häufig eine Thematik, die von Lehrerinnen und Lehrern vermieden wird und durch den externen Besuch Authentizität und Aufklärung erfährt. Für mich ist es heutzutage ein Muss, Diversität zu thematisieren. Schülerinnen und Schülern sollten die Möglichkeit bekommen mehr darüber zu erfahren und Ansprechpartner kennenzulernen. Der schwule Referent erzählt ebenfalls von seinem ComingOut bei den Schulbesuchen. ComingOut meint den Prozess einer Person, sich zu ihrer sexuellen Identität oder ihrer Geschlechtsidentität im privaten oder öffentlichen Kreis zu bekennen. Es ist ein sehr schwerer Prozess, der mit vielen Ängsten verbunden ist. Er möchte hierdurch Schülerinnen und Schülern diese Ängste vor dem ComingOut nehmen, ihnen aber zeigen, dass es ein langer und emotionaler Prozess ist, der sich meistens lohnt. Grundsätzlich empfand ich den Vortrag als sehr spannend. Ich erhielt viele sachliche Informationen wie auch Erfahrungen, die die Wichtigkeit der Thematik widerspiegelten. Wie ich später mit dieser Thematik im Schulalltag umgehen werde, ist für mich noch ein Fragezeichen, dennoch wurden mir verschiedene Möglichkeiten präsentiert, die ich individuell an der Klasse festmachen kann.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Dec 30, 2019
Autor: Eva
Rubrik: studium
Dec 30, 2019