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Die Lehrer von morgen

Junggesellinenabschied

Vergangenes Wochenende nahm ich an einem Junggesellinnenabschied teil. Eine Freundin aus dem Fußballverein wird nämlich im Mai heiraten. Ihre Schwester und Trauzeugin organisierte den Tag - sie hatte alles bis ins letzte Detail geplant. Die zukünftige Braut ahnte nicht, was sie erwarten würde. Die Junggesellinnengruppe traf sich in der Ortschaft der Braut und überraschte sie zuhause. Ich kam erst nachmittags dazu, da ich mich in meiner Prüfungszeit befinde und den Vormittag zum Lernen nutzte. Die zukünftige Braut wurde in eine Wirtschaft im Nachbardorf gebracht, in der ein Frühshoppen mit Weißwürsten und Brezen sowie Häppchen vorbereitet war. Die Trauzeugin hatte Einwegkameras organisiert und passendes Material für eine kleine Fotosession. Zudem erhielt die Braut ein schönes weißes Shirt und einen Blumenkranz. Jeder trug eine Lederhose und ein schwarzes Oberteil. Als ich in der Wirtschaft zustieß, war die Stimmung bereits ausgelassen. Nachmittags wurden wir dann von einem Kleinbus abgeholt und fuhren auf das Weingut Dürr, das nahe Ochsenfurt liegt. Wir erhielten dort eine Führung durch die Weinstube und schlossen diese mit einer Weinprobe ab. Die Besitzerin des Weingutes war eine ehemalige Fußballmitspielerin der Braut, weswegen sich die Führung recht persönlich gestaltete. Wir stellten viele Fragen und gewannen Einblicke in die Arbeit eines Winzers. Es gab im Anschluss etwas zu essen und wir probierten weitere Weine des Hauses. Gegen 23 Uhr wurden wir wieder von unserem Kleinbus abgeholt, der uns nach Hause brachte. Der Junggesellinnenabschied war ein großer Erfolg und es machte mir unheimlich Spaß! Ich konnte meinen Kopf etwas frei bekommen und dachte nicht ständig an die Uni. Da mir nun ein Lerntag flöten ging, muss ich mich umso mehr an den Schreibtisch setzten und für den Endspurt pauken. Alles in allem glaube ich, dass man sich auch während der Lernzeit etwas Freizeit gönnen darf und sich nicht nur auf die Uni versteifen sollte.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Feb 18, 2020

Die Lehrer von morgen

Examenskurse

Mein aktuelles Semester besteht hauptsächlich aus Examenskursen, die zur Vorbereitung auf das Staatsexamen dienen. Ihr Besuch ist völlig freiwillig. Im Februar und im März werde ich zu diesen Kursen sechs große Prüfungen schreiben: Drei in meinen Didaktikfächern Mathematik, Biologie und Evangelische Religion sowie drei weitere in meinem Hauptfach Sprachheilpädagogik. Jedes Institut bietet Examenskurse in verschiedenen Umfängen an. Spitzenreiter ist für mich die Biologie. Sie gibt zwei Tage lang einen Überblick über die Fachdidaktik und vier Tage über die fachwissenschaftlichen Inhalte. Für die Fachdidaktik bereitete ich in Gruppenarbeit das Themengebiet Naturwissenschaftliche Erkenntnismethoden vor. Darunter versteht man die verschiedenen Arbeitsweisen wie zum Beispiel Experimentieren, Untersuchen oder Beobachten im Unterricht. Für die Fachwisschenschaft musste ich außerdem ein 90-minütiges Referat vorbereiten.
Ein weiteres Examensseminar besuchte ich in Mathematik. Auch hier begleitete uns eine Dozentin. Wir bearbeiteten zuhause Examensaufgaben, stellen diese vor und entwickelten gemeinsam eine Unterrichtsstunde dazu. Auch hier erhielt ich viele hilfreiche Tipps für die Prüfung.
Das Examensseminar für mein Hauptfach Sprachheilpädagogik umfasste leider nicht den Umfang, den es eigentlich hätte haben sollen. Die Sprachheilpädagogik bietet lediglich einmal pro Woche ein Seminar an, in dem wir uns über wenige Examensaufgaben austauschen konnten. Da wir hier drei Prüfungen ablegen müssen, kam dies viel zu kurz und war nicht sonderlich hilfreich. Daher habe ich vor den Klausuren der Sprachheilpädagogik am meisten Angst. Um mir diese ein wenig zu nehmen, habe ich mit meinen Kommilitonen eine Lerngruppe gebildet. Wir treffen uns einmal wöchentlich, um gemeinsam an Themengebieten zu arbeiten und Verständnisfragen zu klären.
Das Examensseminar in der evangelischen Religion war ähnlich, weswegen ich dieses nicht mehr besuchte, sondern mir lieber eine Lektüre kaufte. Die Lektüre fasst alle Didaktiken der evangelischen Religion kompakt zusammen und lässt sich verständlich lesen.
Alles in allem besuchten von meinen Kommilitonen nur wenige Examenskurse. Sie lernen lieber für sich allein mit ihren Materialien.
Wenn sie gut gemacht sind, finde ich Vorbereitungskurse allerdings sehr hilfreich. Sie nehmen mir die Angst und geben mir Überblick über die Thematiken, die ich lernen muss. Zudem tauschte ich mich mit anderen Kommilitonen aus.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Feb 11, 2020
Autor: Eva
Rubrik: studium
Feb 11, 2020

Die Lehrer von morgen

Wiedersehen mit der Oberstufe

Während der Winterferien fand mein erstes Klassentreffen nach dem Abitur statt.
Wir trafen uns in einem Sushi-Restaurant. Es kamen leider nur acht ehemalige Schulkameradinnen, was sehr schade war. Es tat trotzdem gut, sich wieder zu sehen. Ich war zunächst etwas nervös und hatte Angst vor unangenehmer Stille am Tisch. Es stellte sich dann aber schnell ein sehr vertrautes Gefühl ein und wir schwelgten in Erinnerungen. Ich war unheimlich dankbar für dieses Treffen. Es war so, als hätten wir uns erst vor kurzem gesehen, obwohl fast fünf Jahre seit unserer letzten Begegnung vergangenen waren. Es war interessant zu erfahren, was meine alten Klassenkameraden in dieser Zeit erlebt hatten. Ganz verstreut in Deutschland studieren die meisten. Viele sind zu richtigen Weltenbummlern geworden. Wir saßen ewig! Zuletzt knipsten wir ein Abschlussbild vom Treffen und versicherten uns, uns bald wiederzusehen. Ich denke seitdem wieder öfter an die Oberstufe zurück und merke, dass ich diese Zeit vermisse. Damals war ich heilfroh, dass der ganze Abistress vorbei war – jetzt sehne ich mich nach den alten Zeiten.

Autor: Eva  |  Rubrik: orientieren  |  Feb 5, 2020