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Die Lehrer von morgen

Am anderen Ende der Welt

Reisen und die Welt zu sehen hatte ich ja erst einmal auf Eis gelegt, weil das ohne viele Flüge kaum möglich ist und ich meinen ökologischen Fußabdruck nicht unbedingt vergrößern möchte. Beeindruckt war ich trotzdem von einer Freundin, die nach ihrem Bachelor mit ihrem Freund eine Weltreise unternommen hat. Die beiden versuchten, so nachhaltig wie möglich zu reisen – sprich: Viele lange Zugfahrten, die lokale Wirtschaft unterstützen und Flüge so weit wie möglich vermeiden.
Leider hatten sie ein denkbar schlechtes Timing: An Silvester war ich leicht beunruhigt, weil die beiden gerade Verwandte in Westaustralien besuchten, laut Internet genau im Zentrum der Buschfeuer und die letzten Nachrichten von Aschewolken berichteten, dass die Autostraßen aus dem Krisengebiet nicht mehr befahrbar seien und dass jetzt der gesamte Strom ausgefallen war. Die Lage entspannte sich dann wieder, als sich meine Freundin in unserer WhatsApp-Gruppe meldete und sich dafür entschuldigte, uns in Angst und Schrecken versetzt zu haben. In ihrem Ferienhaus direkt am Strand waren sie relativ sicher und bis auf den Stromausfall gab es kaum Unannehmlichkeiten. Erst bei der Evakuierung durch die Feuerwehr hatte sie gemerkt, wie nah das Feuer gewesen war und welche Ausmaße es hatte.
Jetzt ging es für sie und ihren Freund erst einmal weiter durch Asien ohne lebensgefährliche Naturkatastrophen und wir bekamen im Januar und Februar statt Rauchschwaden Fotos von thailändischen Tempeln, Angkor Wat und den Katakomben der Vietkong zu sehen. Seit letzter Woche sind die beiden allerdings unplanmäßig wieder für ein paar Tage in Deutschland. Während sie auf dem Weg nach Seoul waren, verschärfte sich innerhalb von wenigen Stunden die Coronasituation in Südkorea. Obwohl sich die beiden nur kurz am Flughafen und in keinem Krisengebiet aufgehalten hatten, hätten sie womöglich am nächsten Reiseziel in Quarantäne gemusst oder gar nicht einreisen dürfen. Um das zu umgehen, und beim Umbuchen der Flüge nicht noch mehr Geld auszugeben als ohnehin schon, gibt es jetzt einen Zwischenstopp zu Hause, bevor die transsibirische Eisenbahn als letzte Etappe der Reise separat angesteuert wird.
Ich freue mich auf die Berichte ihrer Reise und bin aber ehrlich gesagt ganz froh, dass ich mich diesem Stress nicht aussetzen muss.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Mar 16, 2020
Autor: Janna
Rubrik: studium
Mar 16, 2020

Die Lehrer von morgen

Meine beiden Fachrichtungen

Bei uns Sonderpädagogen findet das Referendariat an zwei Schulen statt. Das ist auch ganz logisch: Wir haben schließlich auch zwei sonderpädagogische Fachrichtungen studiert. In der Fachrichtung (FR) Sprache habe ich jedoch doppelt so viele Seminare belegt wie in der FR Lernen. Im Referendariat ist das Verhältnis angepasst: In der FR Sprache unterrichte ich das gesamte Referendariat über, die FR Lernen kommt nur für das letzte halbe Jahr dazu.
Seit Januar bin ich nun für einige Stunden in der Woche an einer Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen. Dort unterrichte ich eine 7. Klasse. Es ist gar nicht so leicht, zwischen den beiden Schulen und Altersstufen mit den verschiedenen Themen und Problemlagen zu wechseln. Ich komme nicht so gut damit klar, zwei Baustellen zu haben. Ich habe zwei Kollegien, bin an Schulen in zwei verschiedenen Städten mit zwei verschiedenen zuständigen Schulämtern. Das fühlt sich einerseits so viel auf einmal an und andererseits verpasse ich doch immer irgendwo etwas.
In meiner Klasse in der FR Sprache lassen mich die Schüler ab und zu spüren, dass ich weniger Zeit mit ihnen verbringe. Manche sind auf Konflikte aus, andere fordern mehr Aufmerksamkeit ein. In der neuen Schule läuft es dagegen ganz gut. Einmal in der Woche geht die Klasse auf einen Bauernhof, um dort mitzuarbeiten. Außerdem wirke ich an der Druckerei-AG mit. Die praktischen Themen machen mir besonders viel Spaß, aber auch sonst entwickle ich einen guten Draht zu den Jugendlichen. Die acht Stunden reichen dafür meiner Meinung nach aber überhaupt nicht aus – vor allem, weil alles so schnell geht. Ich hatte direkt nach einem Monat schon meinen ersten Unterrichtsbesuch und Anfang Mai wird schon die Prüfung sein. Zum Glück habe ich eine tolle Mentorin, die mich unterstützt. Manchmal frage ich mich, ob ich die feste Stelle lieber noch nicht hätte, weil es mir an der anderen Schule auch gut gefällt. Aber ich glaube, es ist so genau richtig. Ich genieße die Erfahrung in der FR Lernen und ich werde dort wahnsinnig viel mitnehmen können für meine berufliche Zukunft. Ich arbeite gern mit den Schülern in der FR Lernen, aber manche Situationen fühlen sich eine Nummer zu groß für mich an. In der FR Lernen kommen fast alle Schüler aus schwierigen Familienverhältnissen. An der Schule sind Drogen ein großes Thema, es gibt häufig Schlägereien, teilweise haben die Schüler auch Ärger mit der Polizei. Es ist schwer zu akzeptieren, dass man die Biografien dieser Schüler nur marginal verändern kann. Ein wenig kann man dazu beitragen, indem man eine verlässliche Bezugsperson ist, ihre Ressourcen fördert, sie motiviert und an sich selbst glauben lässt. Ich bin wahnsinnig froh, diese wichtige Arbeit bis zum Sommer machen zu dürfen. Und vielleicht werde ich auch irgendwann in die FR Lernen zurückkehren. Aber für den Anfang fällt es mir bestimmt leichter, in der FR Sprache zu starten.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Mar 12, 2020
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Mar 12, 2020

Die Lehrer von morgen

Geburtstag

Dieses Jahr konnte ich aufgrund meiner Prüfungen meinen Geburtstag nicht sonderlich feiern. Ich hatte an einem Dienstag Geburtstag und schrieb die Tage danach Prüfungen. Am Wochenende war ich so erschöpft, dass mir nicht nach Feiern zumute war.
Da mein Geburtstag dieses Jahr auf Faschingsdienstag fiel, mussten meine Eltern nicht zur Arbeit gehen. Sie entschlossen sich mit mir einen schönen Tag in Würzburg zu verbringen. Ich stand früh am Morgen auf, um noch etwas für die Uni zu büffeln, nahm mir aber fest vor es dabei zu belassen. Ich erhielt ein leckeres Frühstück mit Blumen und einem Geburtstagskuchen. Wir frühstückten entspannt zusammen und fuhren dann nach Würzburg. Wir machten einen kurzen Stopp in meiner Wohnung. Dort packten wir ein paar Möbel mit, damit mein Auszug am 31.03. zügig gelingt. In der Innenstadt angekommen reservierte ich in einem Burgerrestaurant einen Tisch für unser Mittagessen. Dann bummelten wir durch die Stadt und ich bekam ein paar neue Kleidungsstücke geschenkt. Wir machten nachmittags in einem Cafe halt, um eine heiße Schokolade zu genießen. Da ich zu einem Termin beim Osteopathen musste, verabschiedete mich von meinen Eltern und ging zur Behandlung. Ich litt jahrelang unter Rückenschmerzen. Hilfe fand ich nach vielen Arztbesuchen schließlich bei einem Osteopathen. Er betrachtet den Körper ganzheitlich und nicht nur die betroffenen Teilbereiche. Für die Leistung muss ich jedoch selbst aufkommen, da sie von der Krankenkasse nicht erstattet wird. Mir ist es das aber wert. Ich weiß nicht genau, was der Osteopath macht und weshalb, dennoch zeigt es unheimlich viel Wirkung. Meine Rückenschmerzen sind seit meinen Besuchen verschwunden. Ich bin sehr überzeugt von der Osteopathie und finde es schade, dass sie nicht von vielen Ärzten oder Krankenkassen ernst genommen wird. Ich hoffe, dass sich diese Einstellung ändert. Nach der Behandlung fuhr ich mit dem Bus zur Wohnung und fiel ins Bett. Letztlich war mein Geburtstag doch sehr schön und ich konnte ihn genießen.

Autor: Eva  |  Rubrik: orientieren  |  Mar 11, 2020
Autor: Eva
Rubrik: orientieren
Mar 11, 2020