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Die Lehrer von morgen

Weihnachten bei den Mathematikern

Es gibt auch nach mehr als einem Jahr Studium in Bonn immer wieder noch Aktionen der Mathefachschaft, die ich neu entdecke. Den Wein- und Käseabend und die Spieleabende habe ich regelmäßig besucht und dass ich den letzten Cocktailabend verpasst habe, bedauere ich noch immer. In diesem Semester habe ich dafür erstmalig den Weihnachtsball besucht: Meiner Erkältung tat es zwar nicht gut, nur in dünner Strumpfhose herumzurennen, aber die Blicke meiner männlichen – eigentlich vollkommen platonischen – Freunde, als ich plötzlich in einem Kleid vor ihnen stand, waren es definitiv wert. Ich hatte die Chance, mein Wissen aus der Tanzschule wieder aufzufrischen und meine Tango- und Salsakenntnisse ein wenig auszubauen, und hatte insgesamt einen sehr schönen Abend.
Ein paar Tage später war jedoch eine noch viel coolere Veranstaltung: Die Mathe-Weihnachtsfeier. Dass ich ab und zu bei Poetry Slams auf der Bühne stehe, hat sich bei uns mittlerweile herumgesprochen, und so wurde ich angesprochen, ob ich denn nicht Lust hätte, etwas zum Programm beizutragen. Am Dienstag vor Weihnachten stand ich also mit vielen Kommilitonen und Dozenten im Mathezentrum. Zuerst gab es Suppe und Glühwein, dann begann das Programm: zwei Bands, ein Cello spielender Professor, eine Opernsängerin und eben ich mit einem immerhin etwas mathematisch angehauchten Text. Dem Publikum hat es offenbar gut gefallen, zumindest haben mir mehrere Leute gesagt, dass sie meinen Text toll fanden. Danach ging es aber noch besser weiter: Alle Besucher fanden sich im Foyer zusammen und sangen gemeinsam Weihnachtslieder – ein paar Klassiker, dazwischen aber auch Neuschöpfungen wie „Morgen Erstis, wird's was geben“ und „Oh Vektorraum, oh Vektorraum“, die sehr gut ankamen.
Bislang war ich noch nicht richtig in Weihnachtsstimmung, aber seit der Feier freue ich mich so richtig auf die Zeit zu Hause und die Besinnlichkeit, die über die Festtage hoffentlich einkehren wird.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Dec 23, 2016
Autor: Janna
Rubrik: studium
Dec 23, 2016

Die Lehrer von morgen

Tapetenwechsel Teil 1

Bei mir ist im März schon wieder ein Umzug angesagt. Das kam ziemlich plötzlich, aber ich bin sehr glücklich mit dieser Entscheidung. In meiner WG gab es ein paar Differenzen, kleinere unterschwellige Dinge, aber irgendwie machen gerade die das Leben ein bisschen schwerer.
Von Anfang an habe ich zu meinen zwei Mitbewohnerinnen einfach nie eine richtige Beziehung aufbauen können. Unsere Gespräche waren oberflächlich und verkrampft. Ich hatte nicht den Eindruck, dass das über gezwungene Treffen zu retten gewesen wäre. Die zwei machen derzeit einen festen Kochabend ohne mich, weil ich an dem Tag wohl nicht kann. Gefragt haben sie mich zwar nie, aber vielleicht haben sie das ja immerhin an meinem Stundenplan festgemacht. Das stört mich auch nicht weiter, denn wenn ich schon nach fünf Minuten Smalltalk keine Lust mehr auf einen Menschen habe, möchte ich ihm auch nicht regelmäßig einen ganzen Abend widmen. Das hatte ich relativ schnell akzeptiert und dachte, so ein Leben als Zweck-WG ist auch mal was Angenehmes. Aber da waren ein paar Nachteile, die ich nicht bedacht hatte: Man beginnt, Kritik sofort persönlich zu nehmen, man fühlt sich nicht richtig zu Hause und man freut sich, wenn die Mitbewohnerinnen weg sind. Und das ist irgendwie nicht Sinn der Sache.
Zu diesem Wellenlängenproblem kommt bei uns noch hinzu, dass die zwei deutlich penibler sind als ich. Das bezog sich zunächst nur auf Sauberkeit und Ordnung. Gegen solche Dinge kann man schwer etwas sagen, denn jeder sollte sich in der gemeinsamen Wohnung wohlfühlen können. Schwierig finde ich allerdings, dass es oft keinen Kompromiss gibt. Ich zum Beispiel fühle mich auch unwohl, wenn meine Bewegungen in der Wohnung sich hauptsächlich darauf beschränken, möglichst wenig Spuren zu hinterlassen, um nicht hinterher kritisierende WhatsApp-Nachrichten zu erhalten. An Putzpläne sollte man sich natürlich halten, aber mit allem anderen kann man es auch ein bisschen übertreiben. Und dann kam es noch dicker... (Fortsetzung folgt)

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Dec 21, 2016
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Dec 21, 2016

Die Lehrer von morgen

Weihnachts­überraschungen

Mir wurde neulich gesagt, ich sei ein absoluter Weihnachtsmensch. Ich sehe das nicht ganz so, ich finde Weihnachtsmänner, Rentiere, den Konsumwahn und Weihnachtsmärkte mit überteuertem Essen und zu lauter Weihnachtsmusik meistens ziemlich nervig. Die Weihnachtszeit gehört trotzdem zu meiner Lieblingszeit, weil ich mich jedes Jahr aufs Neue darauf freue, Leuten eine Freude zu machen, und in der Weihnachtszeit bekommt man oft genug Grund dazu.
Zum Beispiel habe ich dieses Jahr vor, allen meinen Bonner Freunden selbstgebastelte Weihnachtskarten nach Hause zu schicken, die alle absolute Überraschungen werden sollen. Mein Zimmer gleicht derzeit einem Kindergarten zur Bastelstunde, der ganze Fußboden ist voller Papierschnipsel und diversen Materialien, die ich zum Basteln verwende: Teebeutelverpackungen, Zeitungen und Werbeprospekte, Transparentpapier, alte Skripte, Fotos, kaputte Strumpfhosen, Kleber, Schere, Stifte und vieles mehr. Ich hoffe, das Chaos lohnt sich am Ende und an Weihnachten sagen meine Freunde, dass sie sich gefreut haben.
Ich liebe es, wenn man jemandem mit kleinen Überraschungen ein bisschen den Tag versüßen kann. So etwas muss gar nicht mal teuer oder aufwendig sein. An Nikolaus habe ich zum Beispiel meiner Mitbewohnerin nachts Weihnachtsnudeln, Schokolade und eine Mandarine in die Schuhe gelegt. Kostenfaktor: Unter zwei Euro. Aufwand: Zwei Minuten. Jannas Lächeln, weil Ricarda sich gefreut hat: Gigantisch!
Wie ein Freund von mir neulich bemerkte: Es ist eigentlich schade, dass man nur in der Weihnachtszeit darüber nachdenkt, wie man anderen Menschen eine Freude machen kann. Vielleicht nehme ich das als Vorsatz fürs neue Jahr: Auch ohne Weihnachtszeit öfter mal Leute mit Kleinigkeiten überraschen.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Dec 21, 2016
Autor: Janna
Rubrik: studium
Dec 21, 2016