interaktiv

Mit dem Fahrrad durch Afrika

'Schnell' auf das Schiff

Autor:
Benny

Rubrik:
auszeit nach dem abi

10.03.1008

Es war klug in der Nähe des Tickethäuschens zu bleiben, damit man auch von den anderen Wartenden wahrgenommen wird und so später vielleicht bessere Chancen hat. Es waren ca. 20 weitere Männer, die auf ein Ticket hofften. Sobald sich nur ein bisschen Veränderung im Inneren des Häuschens abzeichnete, sprangen alle auf und drängten dem Schalter entgegen. Nach ein paar Minuten beruhigten sich alle wieder und das Spiel konnte von Neuem beginnen. Während des Wartens unterhielten wir uns ein wenig und jeder fand einen dringenderen Grund, warum unbedingt „ER" mit auf das Boot muss. Da war der Verliebte, die kranken Kinder, der Geschäftsmann ...

Nach einiger Zeit munterte ich die Menge etwas auf und bot kleine Rundfahrten mit dem Tandem an. Dankend wurde so die Wartezeit verkürzt. Denn aus den fünf Stunden wurden schließlich acht. Um 17 Uhr trat Mr. Sahla vor die Menge und verkündete: „Jeder bekommt ein Ticket, wenn nicht für heute, dann für nächste Woche!" Was er genau damit meinte, wussten wir nicht. Aber schließlich tat sich etwas am Schalter und alle Wartenden bekamen die Tickets ausgestellt. Jetzt musste es schnell gehen, die Fähre sollte schon in wenigen Minuten ablegen. Aber schnell ist in Afrika etwas Unmögliches. Mindestens vier Mal wurde unser Pass kontrolliert, ob wirklich ein Visum für den Sudan vorhanden ist. Ein paar Formulare mussten noch ausgefüllt werden, für das Fahrrad auch noch etwas Geld bezahlt und noch mal in den Pass geschaut werden, es könnte sich ja etwas verändert haben.

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