interaktiv

Mit dem Fahrrad durch Afrika

Very bad and sandy

Autor:
Benny

Rubrik:
auszeit nach dem abi

26.03.2008

Das Hotel in das wir dann eincheckten gehört eher zu der einfachen Kategorie, wobei man aber nicht wählen kann. Es gibt nur diese Kategorie. Nach einer kurzen Begutachtung der Zimmer beschlossen wir, die Betten, die draußen im Freien stehen zu nehmen, da haben wir zumindest frische Luft und Regen ist für die nächsten Jahre eh nicht gemeldet.

Am nächsten Tag machen wir uns mit der aufgehenden Sonne auf den Weg durch die Nubische Wüste in Richtung Dongola. Die Taschen sind prall gefüllt mit 13 Liter Wasser und Essen für die nächsten Tage. Wir wissen nicht so recht was uns erwarten wird. Im Internet haben wir ein Roadbook über diese Strecke gefunden, in dem genau die Orte aufgelistet sind, wo wir wieder Wasser bekommen können. Über den Zustand der Piste steht nur „very bad" und „sandy" geschrieben.

Am ersten Tag ist die Piste noch erstaunlich gut. Zwischendurch gibt es sogar ein paar asphaltierte Abschnitte der Neubaustrecke. Die Piste schlängelt sich abseits des Nils durch eine kleine Berglandschaft. Immer wieder haben wir tolle Ausblicke und können so die Wüste in vollen Zügen genießen. Die Freude über die gute Piste vergeht uns am zweiten Tag. Hier kann man erleben, in welcher Qualität sich Pisten befinden können. Am meisten belastend sind die sandigen Abschnitte, in denen man das Fahrrad mit aller Kraft in Zeitlupe durch den tiefen weichen Sand wuchtet. Zum Glück sind diese Schiebepassagen relativ kurz und es gibt „Waschbrett" auf dem man mit meistens unter 10 km/h wenigstens dahin holpern kann. Die einem „Waschbrett" ähnelnde Piste entsteht durch die Stoßdämpfer der Fahrzeuge und der Unterschied zwischen Berg und Tal kann schon mal mehr als 10 Zentimeter betragen. Aber die Landschaft entschädigt für alles: schwarze Basaltberge, weißer Sand und vereinzelt erblickt man mal einen kleinen Baum, der etwas von dem spärlichen Wasser im Boden ergattern konnte.

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