interaktiv

Mit dem Fahrrad durch Afrika

Die ersten Pyramiden

Autor:
Benny

Rubrik:
auszeit nach dem abi

10.04.2008

Der Weg führte mich nach Norden am Nil entlang. Das klingt recht idyllisch, war es aber nicht. Vom Fluss war nichts zu sehen und von der restlichen flachen Landschaft hatte ich auch bald genug. Dazu kam noch ein starker Wind, der mir nun, nicht wie in den letzten Wochen im Rücken lag, sondern von vorne entgegen wehte. Selten erreichte ich mal eine Geschwindigkeit von über 15 Kilometer pro Stunde und so erschien mir die Landschaft noch trostloser. Erst am Ende des ersten Tages erhoben sich eine paar Berge, die für etwas Abwechslung sorgten. Am zweiten Tag erreichte ich am Abend die Meroe Pyramiden. Es gab kleinere auf der linken Seite und größere auf der rechten Seite der Straße. Ich entschied mich dafür, die kleineren noch am Abend anzusehen und daneben zu nächtigen. Zuerst war niemand in der Nähe, doch als ich etwa fünf Minuten da stand und die Pyramiden bewunderte, kamen aus dem Nichts zahlreiche Kinder mit Souvenirs angerannt. Ein Kamel wurde auch noch aufgetrieben, um mir den Abend mit einem Ritt zu versüßen. Ich machte ihnen klar, dass ich nach einem langem Tag auf dem Rad nicht auch noch Lust hatte, auf einem Kamelrücken umhergeschaukelt zu werden und zeigte auf meine Taschen und meinte nur, die wären schon voll. Ganz umsonst waren sie aber nicht herbei gekommen, schließlich gab es noch das Fahrrad zu bestaunen, um welches sie sich kurzerhand im Kreis setzten. Ich ließ das Tandem bei meinen Bewachern und ging mir die Pyramiden anschauen. Anschließend baute ich mit viel Publikum mein Zelt auf und kochte meine Nudelsuppe.

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