interaktiv

Mit dem Fahrrad durch Afrika

Sympathie für Deutschland

Autor:
Benny

Rubrik:
auszeit nach dem abi

02.05.2008

„Welcome! Hello, how are you?" „Tamam!" Where are you from?" „Ana Almani!" „Ahh, Germany! Germany number one!" So, oder so ähnlich, verläuft eine normale Begrüßung im Jemen. Wir Deutschen habe einen sehr guten Stand bei den Jemeniten. Nicht wegen des Fußballs, über den sie nur mäßig Bescheid wissen, nein vor allem wegen der Entwicklungshilfe, die Deutschland schon seit vielen Jahrzehnten in diesem Land leistet. Immer wieder werde ich darauf angesprochen, dass das Frisch- und Abwassersystem in dem Ort aus Deutschland stammt, die Straße von Deutschen finanziert wurde oder die Schule mit deutschen Geldern gebaut wurde. Es ist schön zu sehen, dass deshalb eine große Sympathie zu Deutschland entstanden ist und dies nicht auf die Aktivitäten in den Weltkriegen zurückzuführen ist, wie es in anderen Ländern manchmal der Fall ist.

Vom Sudan aus hatte ich einen Flieger in die Hafenstadt Aden, im Südjemen, genommen. In zwei Wochen wollte ich „gemütlich" bis nach Sana'a radeln, denn dort erwartete mich der Besuch von meiner Freundin Astrid. Es war schön zu wissen, dass ich mir Zeit lassen konnte für die 640 Kilometer lange Strecke und so machte ich auch den einen oder anderen Abstecher und blieb an Orten, die mir gefielen einfach einen Tag länger.

In Aden hatte ich neben „sightseeing" auch noch administrative Dinge zu tun. Für die geplante Strecke brauchte ich ein Permit von der Touristenpolizei und im deutschen Konsulat holte ich mir Informationen zur Sicherheitslage im Land ein. Ich war richtig verwundert, wie schnell ich das Permit in den Händen hielt. Ich musste nur in ein Büro, wo mich ein freundlicher Mann begrüßte. Ich erzählte ihm mein Anliegen und wenige Minuten später hielt ich ein entsprechendes Papier in meinen Händen. Ich musste nicht einmal etwas dafür zu bezahlen.

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