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Mit dem Fahrrad durch Afrika

Eine Dose Heineke to go

Autor:
Benny

Rubrik:
auszeit nach dem abi

09.05.2008

Die ersten 50 Kilometer von Aden nach Norden sind nicht gerade spektakulär. Aber dennoch passierte etwas Unerwartetes. Damit hätte ich vielleicht in Deutschland gerechnet, aber nicht im Jemen. In einer Stadt will mich ein Autofahrer zum Anhalten bewegen. Das passiert hier sehr oft und so grüße ich nur freundlich und fahre weiter. Es ist unmöglich bei jedem anzuhalten, der einen dazu ermutigen will. Als ich aus der Stadt fast draußen bin überholt mich der Autofahrer laut hupend und reicht mir eine eiskalte Dose Heineken Bier, mit Alkohol, aus dem Fenster. Ich bin etwas ratlos, dachte ich doch, Alkohol wäre in der Öffentlichkeit verboten. Schnell verstecke ich die Dose in meiner Hosentasche und als ich mich bedanken will, ist das Auto auch schon vorbei. Ich fahre noch aus der Stadt raus und überlege, wann ich es trinken soll. Die Entscheidung fällt mir leicht. Kälter und besser wird das Bier nicht, also fahre ich an den Straßenrand und genieße den Gerstensaft an Ort und Stelle.

Die Begeisterung und Bewunderung der Menschen für mich als Fahrradfahrer ist riesig. Sobald ich an einem kleinen Shop oder Restaurant halte, werde ich von vielen Kindern und Erwachsenen umringt und mit Fragen durchlöchert. Leider meist nur auf arabisch und so fällt es mir schwer, allen eine richtige Antwort zu geben. Nach fast drei Monaten in arabischen Ländern verstehe ich zwar einzelne Wörter und Sätze, aber von einem Gespräch bin ich noch sehr weit entfernt.

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