interaktiv

Mit dem Fahrrad durch Afrika

Hoher Wellengang

Autor:
Benny

Rubrik:
auszeit nach dem abi

30.05.2008

Mit Anbruch der Dunkelheit legte dann das kleine, voll beladene Boot ab und ich stellte mich auf eine raue Nacht ein. Hatte ich doch bis jetzt immer nur das Abenteuerlichste über diese Schifffahrt gehört. Gerade hatte ich es mir in den Autoreifen bequem gemacht, da hielt das Schiff auch schon auf der anderen Seite des Hafens an. Es wurde etwas zu Essen serviert und man erklärte uns, dass wir hier die Nacht verbringen und erst am nächsten Morgen weiterfahren würden.

Auf so einer Reise gewöhnt man sich daran, alles sehr gelassen zu sehen und so genoss ich die Nacht unter dem Sternenhimmel auf dem leicht in den Wellen schaukelnden Boot.

In der Früh ging es dann wirklich los und wir tuckerten mit gemütlichen sechs bis sieben Knoten an der jemenitischen Küste entlang. Der Wellengang brachte das Boot immer wieder sehr stark zum Schaukeln und als wir das Rote Meer überqueren wollten machte der Kapitän kehrt und fuhr eine Bucht an der Küste an. Der Wellengang war zu hoch und so wurde auf eine ruhigere See am nächsten Morgen gewartet. Am nächsten Tag gelang die Überfahrt ohne größere Probleme. Nur das Toilettenhäuschen, welches seitlich am Schiff angebracht war, wurde ab und an von den hochschlagenden Wellen unter Wasser gesetzt. Nach einer weiteren Nacht auf den Reifen legten wir am vierten Tag, nach 160 Kilometern Überfahrt im Hafen von Djibouti an.

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