interaktiv

Mit dem Fahrrad durch Afrika

Die Monolith-Kirchen in Lalibela

Autor:
Benny

Rubrik:
auszeit nach dem abi

26.06.2008

In Kembolscha erreichten wir wieder die asphaltierte Hauptstraße und beschlossen, in einem Hotel unsere Fahrräder und das Gepäck einzulagern, um mit dem Bus zu den Monolith-Kirchen in Lalibela zu fahren. Einen ganzen Tag waren wir auf einer schlechten Piste unterwegs, um die nur 250 Kilometer entfernten Kirchen zu erreichen. Von weitem sahen wir nichts Auffälliges. Erst als ich mich bis auf wenige Schritte den Kirchen näherte, konnte ich sie erkennen. In tiefen Löchern befanden sich die Bauwerke. Sie wurden nicht, wie man es kennt, oder vermutet in die Höhe gebaut, nein bei ihnen hat man mit dem Dach angefangen und sich langsam in den Untergrund gegraben. Somit wurden riesige Steinblöcke freigelegt, die anschließend ausgehöhlt wurden. Leider haben mittlerweile der Wind und das Wetter ihre Spuren hinterlassen und die oberen Stockwerke stark erodiert. Die Italiener haben deshalb angefangen, mit großen Dachkonstruktionen das UNESCO-Weltkulturerbe zu schützen. Leider geht dadurch das ganz besondere Flair dieser zirka 600 Jahre alten Kirchen verloren, aber dies scheint die einzige Möglichkeit zu sein, diese Bauwerke auch für die Nachwelt zu erhalten.

Von hier aus gingen Kenny und ich getrennte Wege. Kenny wollte noch etwas länger bleiben. Wer ohne jeglichen Zeitplan unterwegs ist, rastet auch gerne mal etwas länger. So machte ich mich wieder alleine auf den weiteren Weg nach Addis Ababa.

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