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Mit dem Fahrrad durch Afrika

Eng gedrängt im "Matatu"

Autor:
Benny

Rubrik:
auszeit nach dem abi

08.08.2008

Von Addis Abeba nahm ich schließlich einen Flieger nach Entebbe, Uganda, um die Unruhen in Nord-Kenia zu umgehen. Zwei Tage später landete am selben Flughafen meine Freundin Astrid, die mich für drei Wochen besuchte. Das Fahrrad ließen wir erst einmal in Kampala stehen und so machte ich ein wenig Urlaub vom „Urlaub". In kleinen Toyota Minibussen, die hier Matatus genannt werden und alle Orte im Land miteinander verbinden, reisten wir in den Osten zum Mt. Elgon. Es steht zwar an den Bussen außen immer dran, dass nur 14 Personen zugelassen sind, aber so genau wird das in Uganda nicht genommen. Schließlich zählen Kinder nicht als Personen und wenn sich für den Fahrer die Gelegenheit bietet, mehr Geld zu verdienen, wird diese genutzt und so kann man sich schon mal mit 24 anderen Personen in einem „Matatu" wieder finden. Wichtig ist es hierbei, gleich am Anfang auf eine „bequeme" Sitzposition zu achten, denn diese Haltung muss man für die nächsten Stunden einhalten, ohne sich auch nur ein bisschen bewegen zu können.

Wir beschlossen, in einer 4-Tages-Wanderung den über 4.000 Meter hohen Vulkan zu besteigen. Im Nationalparkbüro wurden uns drei bewaffnete Führer zugewiesen und ein Träger organisiert. Am nächsten Tag konnte sich dann unsere Karawane in Bewegung setzten und da wir im Büro angegeben hatten, dass wir fit und erfahren sind, bestand der erste Tag gleich aus zwei „normalen" Aufstiegsetappen. Zu Beginn führte der Weg durch eine Kulturlandschaft. Die Bauern waren emsig damit beschäftigt, ihre Felder für die bevorstehende Regenzeit vorzubereiten. Als nächstes betraten wir schließlich den Nationalpark. Dieser darf landwirtschaftlich nicht genutzt werden und so fanden wir uns in einem tropischen Regenwald wieder. In zirka 3.000 Meter Höhe verließen wir diesen und betraten die Hochgebirgssteppenlandschaft.

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