interaktiv

Mit dem Fahrrad durch Afrika

Regenzeit

Autor:
Benny

Rubrik:
auszeit nach dem abi

29.08.2008

Die Landschaft wurde zunehmend bergiger und nach ein paar weiteren schönen Fahrtagen erreichten wir Kabale. Hier tauschten wir unser Fortbewegungsmittel gegen ein Einbaumkanu ein und fuhren damit auf dem wunderschönen Buyonyi See zu einer kleiner Insel, auf der wir die letzten gemeinsamen Tage in Uganda verbrachten.

Danach hieß es dann auch für uns „In God we Trust!", denn wir nahmen den Bus nach Kampala, um Astrid zurück zum Flughafen zu bringen. Ich fuhr wieder zu meinem Fahrrad zurück und setzte die Fahrt in Richtung Ruanda fort. Wobei ich die Etappe von Kabale nach Kisoro hervorheben muss, die landschaftlich gesehen zu der späktakulärsten in Uganda gehört. Erst geht es am Lake Buyonyi entlang, dann über einen zirka 2.500 Meter hohen Pass bis man sich plötzlich vor den bis über 4.000 Meter steil aufragenden Virungi Vulkanen befindet. Einen von diesen Vulkanen werde ich noch besteigen, bevor es weiter nach Ruanda geht.

Wenn man Afrika von Nord nach Süd quert, dann kann man nicht verhindern, dass man mindestens einmal die Regenzeit miterlebt. Mich hat sie nun hier am Äquator in Uganda und Ruanda voll erwischt. In der Gegend um den Lake Viktoria regnet es meist immer nur am Abend und in der Nacht, doch umso weiter ich ins Landesinnere zu den Virunga Vulkanen fuhr, desto schlechter wurde das Wetter und die Zeit zwischen den Regenfällen immer kürzer. Die Virunga Vulkane mit ihren bis zu 4.500 Meter hohen Gipfeln bilden zum einen eine gute Barriere für die Wolken und zum anderen steigt das Land hier langsam vom Osten her nach Westen auf über 2.000 Meter an. Somit werden auch die Luftmassen zum Aufstieg gezwungen und es kommt verstärkt zu Regen. Auf meiner Fahrt nach Osten konnte ich dann schön miterleben, wie das Wetter nach und nach wieder besser wurde und die Wolken der Sonne immer mehr Platz machten.

Diesen Artikel teilen