interaktiv

Mit dem Fahrrad durch Afrika

Am Fuß des Kilimanjaro

Autor:
Benny

Rubrik:
auszeit nach dem abi

17.09.2008

Es ist kein schöner Gedanke. Noch liege ich im trockenen Bett, aber gleich muss ich in meine klammen und stinkenden Klamotten. Ich hatte zwar alles gestern Abend gewaschen, doch den Gestank bekomme ich nicht mehr aus der Kleidung. Seit drei Tagen regnet es fast kontinuierlich und wenn es nicht regnet, steigt die Luftfeuchtigkeit ins Unerträgliche, so dass die Feuchtigkeit überall drinsteckt. Trockene Sachen anzuziehen macht keinen Sinn, sie wären sowieso gleich wieder nass, entweder vom Regen oder vom Schweiß. Letztendlich hilft es nichts, ich will schließlich weiter. Also raffe ich mich auf, schmeiß´ meinen Kocher an und bereite mir eine große Portion Porridge mit Bananen und eine Tasse Kaffee zu.

Insgeheim hatte ich gehofft, dass ich die Regenzeit hinter mir gelassen hätte. Aber diese war nur in West-Tansania fast vorbei beziehungsweise ist sie dort nicht so stark ausgeprägt. Doch hier im Osten hat sie das Land fest im Griff. Um an meiner geplanten Strecke festzuhalten, und um ein wenig Zeit zu sparen, hatte ich für einige Kilometer einen Bus nach Arusha genommen. Dort besuchte ich das HIV-Projekt der Diözese Arusha. Weiter ging es zur nächsten Touristenhochburg Moshi. Die Stadt profitiert von ihrer Nähe zum Kilimanjaro. Von hier aus starten fast alle Wanderungen auf den höchsten Berg Afrikas. In der Regenzeit steckt der Berg zwar fast immer in Wolken und deswegen sind nicht ganz so viele Touristen in der Stadt, aber ohne Geld kann man hier trotzdem nicht viel machen. Eine Safari kostet pro Tag mindestens 200 US-Dollar, eine Kilimanjarobesteigung ist ab 1.200 US-Dollar zu haben, ja und auch einen Villagewalk kann man nicht umsonst machen, sondern muss dafür 30 US-Dollar hinblättern.

 

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