interaktiv

Mit dem Fahrrad durch Afrika

Campingplatz am Steil-Cliff

Autor:
Benny

Rubrik:
auszeit nach dem abi

16.10.2008

Mit dem Grenzübergang von Tanzania nach Malawi war das ruhige, ungestörte Radeln wieder vorbei. Kinder rannten erneut freudig neben mir her. Ab und an hörte ich zwischen den „Hello", „Bye-bye" und „Good morning"-Rufen auch mal wieder ein „Give me Money" heraus. Aber dies fiel meist gar nicht weiter auf, denn die freudlichen, netten Menschen überwiegten deutlich.

Von den Bergen hinab führte die Straße nun am Ufer des Malawi-Sees entlang. Reisfelder säumten die Straße auf beiden Seiten und ab und an konnte ich einen Blick auf den fast 1.000 Kilometer langen See erhaschen. Am Ufer befanden sich immer wieder schöne Lodges mit Campingplätzen, in denen ich es mir gut gehen ließ. Seit längerer Zeit traf ich mal wieder viele „Mzungus", Weiße, die auch auf den unterschiedlichsten Routen durch Afrika unterwegs waren. So konnte ich nach einem erfrischenden Bad im See, bei einem guten „Kuche Kuche" (Mais-Bier) Informationen austauschen oder einfach den Abend mit anderen Reisenden genießen.

Der erste schöne Halt auf meiner Reise nach Süden entlang des Sees war Chitimba. Der kleine Ort liegt in einer schönen weit gestreckten Bucht, die von Bergen umgeben ist. Von dort aus machte ich mich auf zu dem 500 Meter höher gelegenen Ort Livingstonia. Fahren konnte man das leider nicht ganz nennen, denn die zwölf Kilometer lange Schotterstraße schlängelte sich meist so steil den Berg hinauf, dass an Fahren nicht zu denken war. Aber es störte mich nicht, denn die Strecke war sehr schön und auf jeden Fall wert, etwas intensiver genossen zu werden. Oben angekommen fand ich einen grandiosen Campingplatz, der direkt auf einem steilen Cliff gelegen war. Es eröffnete sich ein toller Blick auf den unter mir liegenden Malawi-See. Der Platz war jedoch nicht gerade etwas für Schlafwandler, denn das Cliff fiel nur etwa einen Meter von meinem Zelteingang steil ab.

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