interaktiv

Mit dem Fahrrad durch Afrika

Die letzen Tage in Malawi

Autor:
Benny

Rubrik:
auszeit nach dem abi

30.10.2008

Kurz vor Sonnenuntergang stoppte ich in einem kleinen Dorf und fragte, ob es hier möglich wäre, mein Zelt für eine Nacht aufzustellen. Sofort brachten mich die Einwohner zum Bürgermeister und der erklärte mir, dass es ihm eine Ehre sei, mich zu beherbergen und dass er für meine Sicherheit sorgen würde. So stellte ich mein Zelt vor seinem Büro auf und kochte unter Beobachtung des halben Dorfes mein Abendessen. Die Spaghetti, die ich in meinen Topf warf, sorgten für Verwunderung. Dieses teure europäische Nahrungsmittel kann sich hier fast niemand leisten - von den billigsten Nudeln kosten 500 Gramm über einen Euro - und ist somit nahezu unbekannt. Leider hatte ich nicht mehr genug, um meine Beobachter mal probieren zu lassen. Bei ihnen stehen eher Mais, Reis, Bananen und ein paar Wurzeln, die gekocht werden, auf dem Speiseplan.

Während dem Kochen lernte ich Sibusiso kennen. Er war 24 Jahre alt und sprach sehr gut Englisch. Von meinem Angebot, mich auf der morgigen Etappe zu begleiten, war er begeistert. Wir verabredeten uns für den nächsten Morgen und ich genoss eine ruhige Nacht in meinem Zelt.

Nach den Tagen abseits des Malawi-Sees genoss ich es, wieder ans Wasser zu kommen und fand in Nhkata Bay einen guten Platz zum relaxen. Nhkata Bay ist der Touristenort schlechthin in Malawi. Ein Ressort steht neben dem anderen, aber dennoch war es für mich ein schöner Platz. Ich traf andere nette Reisende und genoss es, am Abend ein wenig Party zu machen: Ein bisschen Einstimmung auf meinen heimatlichen Besuch zur Bergkirchweih war nicht verkehrt!

Die restlichen Tage in Malawi vergingen recht schnell. Ich fuhr noch ein paar Tage am See entlang, bis ich schließlich wieder in die Berge kam, um die Hauptstadt Lilongwe auf 1.200 Meter Höhe zu erreichen. Einen Tag lang noch ein paar Souvenirs kaufen und schon saß ich im Flieger in Richtung Bergkirchweih.

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