interaktiv

Mit dem Fahrrad durch Afrika

Back to Africa

Autor:
Benny

Rubrik:
auszeit nach dem abi

06.11.2008

Nach meinem zweiwöchigen Ausflug zur Bergkirchweih in Deutschland fiel mir bei meiner Rückkehr nach Afrika sofort auf, welche Besonderheiten diesen Kontinent ausmachen und das Reisen mit einzigartigen Erlebnissen erfüllen. Es ist die Offenheit und die Fröhlichkeit der Menschen, die mir fast überall entgegengebracht wird. So gab es auch gleich bei meiner ersten Etappe nach dem „Heimaturlaub" sehr schöne Momente.

Landschaftlich war auf der Strecke nichts bis gar nichts geboten. Aber dafür war es umso schöner, die Menschen auf der Straße zu erleben. Die einheimischen Fahrradfahrer, die meist schwer beladen unterwegs waren, grüßten mich mit einem: „Hello, how are you?" und dazu wurde mir der nach oben ausgestreckte Daumen gezeigt. Manchmal kam es auch zu einem kleinen Rennen, wenn einer meinte, er müsse mich allzu provokant überholen. Der Schnellste war ich noch nie, aber dafür habe ich eine gute Ausdauer. Da können meine Freunde aus der Grundschule noch ein Lied davon singen, wenn ich sie die ganze Pause lang beim Fangen über den Hof gejagt habe. So erhöhte ich auch hier nur langsam über lange Strecken das Tempo und Schritt für Schritt musste einer nach dem anderen erschöpft aufgeben. Oft aber auch gezwungenermaßen, da die Kette bei den afrikanischen „China-Rädern" schnell runterspringt oder andere technische Probleme auftauchen.

In einem kleineren Dorf suchte ich nach den üblichen Fast-Food-Straßenständen, an denen es Pommes für wenig Geld gibt. An einer Weggabelung entdeckte ich welche. Als ich dann in die Straße einbog und die Menschen - andere Fahrradfahrer, die auf Kundschaft warteten - mich sahen, fing die ganze Menge das Jubeln an und sofort war ich von vielen neugierigen Männern umlagert. Sie interessierten sich für mein Fahrrad und mir wurden alle möglichen Fragen gestellt. Ich machte ihnen klar, dass sie das Rad anschauen dürfen, aber nicht anfassen. Sofort sorgten zwei, drei Männer dafür, dass die Menge einen sicheren Abstand behielt und ich konnte in „Ruhe" meine Pommes essen.

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