interaktiv

Mit dem Fahrrad durch Afrika

Ein Marathonlauf durch die Wüste

Autor:
Benny

Rubrik:
auszeit nach dem abi

15.12.2008

Die Landschaft hatte in der nächsten Zeit leider nicht allzu viel zu bieten. Meist bekam ich Busch zu sehen, so weit das Auge reichte. Da kam mir an einem Zeltplatz, 200 Kilometer östlich von Livingstone, ein Treffen mit einer Gruppe Kanadier ganz gelegen. Die Gruppe junger Sportler hatte sich vorgenommen, Afrika joggend von West nach Ost zu durchqueren. Um die 4.200 Kilometer von Namibia nach Tansania zu bewältigen, sind insgesamt 100 Marathons geplant. 1.800 Kilometer hatten sie bis dahin schon hinter sich.

Ich fühlte mich gut und da ich zu der Zeit aufgrund meines defekten Hinterrades keinen Mitfahrer mitnehmen konnte, beschloss ich, es einfach mal anders herum zu machen und begleitete die drei Sportler für einen Tag. Es war nicht mein bester Marathon, aber ich war schon ein bisschen stolz auf mich, dass ich ihn aus dem Stand heraus geschafft habe. Das letzte Mal bin ich vor über einem Jahr gelaufen. Am nächsten Tag rächte sich dann mein Übermut mit einem gewaltigen Muskelkater, der mich erst einmal einen weiteren Tag am Zeltplatz festhielt. Die Läufer kann man übrigens unter http://www.see-them-run.com verfolgen.

Mit etwas Verspätung erreichte ich schließlich Livingstone und konnte dort die Victoria Falls bewundern. Die Wassermassen lockten mich und ich gönnte mir eine weitere Abwechslung vom Radfahren und ging einen Tag in den Fluten des Sambesi raften. Da der Fluss noch sehr viel Wasser führte, waren die über 15 Stromschnellen alle „relativ" harmlos und konnten ihrem Namen, „Overlander Eater, The Mother und Hellsgarden" nicht ganz erfüllen. Aber trotzdem hatte ich großen Spaß dabei, in den Fluten zu paddeln.

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