interaktiv

Mit dem Fahrrad durch Afrika

"Deutsches" Afrika

Autor:
Benny

Rubrik:
auszeit nach dem abi

14.01.2009

Windhoek war der absolute Kulturschock für mich. In der Stadt gibt es Einkaufspassagen, Fußgängerzonen, Cafés und vieles mehr. Eben all das, was für uns Europäer ganz normal ist, für Afrika aber sehr außergewöhnlich. Auch hatte ich bis jetzt nirgends in Afrika so viele Weiße gesehen wie hier. Die meisten sprachen sogar deutsch. Und es gibt hier die „Luisen Apotheke", das „Gasthaus zum Wirt", das „Tagesessen Schnitzel und Bratkartoffeln" und Bier wird nach dem „Reinheitsgebot" gebraut. Vieles ist ähnlich wie in Deutschland, aber doch ganz anders.

Spätestens als ich mich mit Hans auf einer Schotterpiste auf den Weg an die Küste machte, wurden mir die Unterschiede bewusst. Namibia ist sehr dünn besiedelt. In dem um ein Vielfaches größerem Land als Deutschland leben gerade einmal zwei Millionen Menschen. So kamen wir pro Tag nur an wenigen Häusern vorbei. Von Städten oder Dörfern kann man gar nicht reden. Zum Ort Solitaire zum Beispiel weisen schon einige hundert Kilometer vorher Hinweisschilder hin. Dort angekommen, findet man eine Tankstelle, eine Lodge, einen Campingplatz und einen kleinen Shop vor, in dem man Dosenwaren kaufen kann. Für uns sind diese Stopps sehr willkommen, so können wir alle zwei bis drei Tage unsere Vorräte mit aufstocken. Aber von einem Dorf kann da kaum die Rede sein.

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