interaktiv

Mit dem Fahrrad durch Afrika

Steil, steiler, zu steil

Autor:
Benny

Rubrik:
auszeit nach dem abi

29.01.2009

Bei diesen Voraussetzungen haben wir unsere Taschen mit Lebensmitteln für mehrere Tage voll gestopft und wussten nie so genau, wie weit wir es an jedem Tag schaffen würden. Doch das Radfahren war relativ problemlos. Täglich wurden wir von zahlreichen Touristenbussen und Jeeps überholt, die oft anhielten und uns mit allen möglichen Leckereien versorgten. Die Gaben reichten von Austern über griechischen Salat bis zu Sportgetränken. Es war einfach ein schönes Radfahren durch die weite Landschaft Namibias.

Nach einer Woche erreichten wir die Küste. Hier hat Deutschland noch mehr Spuren hinterlassen. In Swakopmund läuft alles so geordnet ab, dass sich die Stadt auch an der Nordsee befinden könnte. Wir machten dort ein paar Ruhetage und nutzten die Zeit zum Sandboarden, Fischessen und Robbenansehen. Für den Rückweg hatten wir uns die Piste c-28 ausgesucht. An dieser Stelle muss ich eine Warnung an andere Radfahrer aussprechen: „Fahrt sie nicht!" Die ersten 180 Kilometer waren gut fahrbar, nur der Gegenwind und die kontinuierlich ansteigende Piste sorgten für Müdigkeit. Doch was danach kam, macht keinen Spaß mehr. Der Boshua-Pass ist an Steilheit kaum zu übertreffen, an Fahren ist deswegen in keinster Weise zu denken. Man tut sich schon beim Schieben schwer, das Fahrrad zu halten. Doch wer denkt, dass man am Pass das Gröbste geschafft hat, der täuscht. Es geht kontinuierlich steil bergauf und bergab. An diesem Tag schafften wir in acht Stunden gerade einmal 60 Kilometer. Erst 30 Kilometer vor Windhoek beginnt eine schöne Asphaltstrasse und man kann die Schlussabfahrt in die Stadt genießen.

Nach zwei Wochen auf dem Tandem verabschiede ich mich von Hans und schon am selben Tag kommt Steven aus London. Wir hatten uns vor vier Jahren in Asien getroffen und sind gemeinsam eineinhalb Monate durch Tibet gefahren. Nun geht es zusammen nach Südafrika.

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