interaktiv

Mit dem Fahrrad durch Afrika

Gustav Golf

Autor:
Benny

Rubrik:
auszeit nach dem abi

11.02.2009

In Windhoek erwartete ich meinen nächsten Mitfahrer, Steven aus Wales. Wir sind uns auf meiner letzten Fahrradtour 2004 in Laos begegnet und dann zusammen illegal durch Ost-Tibet nach Lahsa und weiter zum Mount-Everest-Basislager gefahren. So eine Reise prägt, schweißt zusammen und machte uns zu sehr guten Freunden. Diesmal wollte Steven mich auf meinen letzten Kilometern nach Kapstadt begleiten.

Doch bevor es aufs Fahrrad ging, fuhren wir mit einem gemieteten Golf in den Norden Namibias. Die alten, kantigen Golfs der ersten Generation werden in Südafrika immer noch produziert und prägen hier das Straßenbild. Steven war überzeugt davon, dass der Wagen einen deutschen Namen brauchte, um noch besser und zuverlässiger über die staubigen Pisten zu heizen und so tauften wir ihn Gustav.

Schnell lernten wir, was man auf den Pisten berücksichtigen sollte. Trotz Hitze ist anzuraten, alle Fenster geschlossen zu halten und lieber die Lüftung aufzudrehen, so dass man immer ein bisschen Überdruck im Auto hat. Das hält den Staub zurück und verhindert, dass man nach einem langen Fahrtag sein Gepäck im Kofferraum mit einem Spaten ausgraben muss. Auch fühlen sich in Gustav manchmal auf den Pisten 100 Kilometer pro Stunde recht sicher an, aber wehe da kommen ein paar Schlaglöcher. Die können so einen kleinen Golf schnell an die Grenzen bringen

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