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Praktikum im Studium

Urlaub mit der Familie

Den klassischen Familienurlaub kennen wir aus unserer Kindheit wohl alle. Ob Fernreise oder Nordsee – der gehörte in den Sommerferien meist mit dazu. Und heute? Einige meiner Freunde haben über die Jahre aufgehört, mit ihren Familien in den Urlaub zu fahren. Andere freuen sich bis heute Sommer für Sommer auf den gemeinsamen Familienurlaub.
Ich glaube, für mich hat es dabei auch einen Unterschied gemacht, dass meine Schwester fast sechs Jahre jünger ist als ich: In den ersten Jahren, in denen ich mir aussuchen konnte, ob ich mit in den Familienurlaub kommen wollte, war sie noch so klein, dass sie nicht alleine zuhause bleiben konnte. Unter Schwestern war dann schnell klar: Wir wollen weiterhin beide wegfahren.
Mittlerweile weiß ich Familienurlaube immer mehr zu schätzen: Weil ich das Jahr über oft nur wenig Zeit habe, um meine Familie zu besuchen, ist es dann doch super, einmal im Jahr ein oder zwei Wochen zusammen am Strand spazieren zu gehen und jeden Abend gemeinsam zu kochen. Ich habe im letzten Jahr ein Auslandssemester gemacht und meine Schwester war im Schüleraustausch – aber im Familienurlaub fühlt es sich dann doch wieder an, als hätte sich nichts verändert.
Dieses Jahr waren wir für eine Woche an der Ostsee: Als ich mich da am Strand umgeschaut habe, waren dort vor allem Familien mit kleinen Kindern – wahrscheinlich noch nicht einmal im Schulalter. Vielleicht lag es aber auch daran, dass wir relativ spät gefahren sind, und in vielen Bundesländern die Schulen schon wieder gestartet waren.
Ich kann mich aber auch daran erinnern, dass mir in den Jahren zuvor oft aufgefallen ist, wie viele Familien mit erwachsenen Kindern unterwegs sind. Als meine Freunde und ich fünfzehn oder sechzehn waren, war es regelrecht „cool“, die Eltern in den Urlaub fahren zu lassen und das Haus für sich alleine zu haben. Mittlerweile bekomme ich aber auch in meinem Freundeskreis immer mehr mit, wie viele wieder Lust haben, beim Familienurlaub dabei zu sein.
Warum auch eigentlich nicht? Ich glaube, sich überhaupt mit der eigenen Familie so gut zu verstehen, dass man zusammen einen schönen Urlaub verbringen kann, ist ein Privileg, das wir nutzen sollten, wenn wir es haben.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Nov 18, 2019
Autor: Marie
Rubrik: studium
Nov 18, 2019

Praktikum im Studium

Nicht die Interviewfragen vergessen

„Traust du dir zu, das Interview alleine zu machen?“ Diese Frage kam etwas früher als erwartet. Seit knapp zwei Wochen mache ich inzwischen ein Praktikum bei einem Fernsehsender: Bei Interviews habe ich den Redakteuren bisher nur zugeschaut, meine Aufgabe war vor allem zu recherchieren und Drehs vorzubereiten.
Ehe ich es mich versah, saß ich dann aber schon mit einem Kameramann und einem Kameraassistenten im Auto auf dem Weg zu meinem ersten eigenem Dreh. Den eigentlichen Beitrag verantwortet zwar einer der Redakteure, er braucht dafür aber einen sogenannten O-Ton, also eine kurze Videosequenz, auf dem ein Interviewpartner einige wenige Sätze sagt. Weil er zeitlich selbst nicht dabei sein konnte, durfte ich das Interview übernehmen.
Mein erster Gedanke im Auto: Bloß nicht die Interviewfragen vergessen! Wenn ich mit erfahrenen Redakteuren zu Drehs gefahren bin, machen die meist den Eindruck, als müssten sie sich kaum noch vorbereiten. Stattdessen wird locker mit dem Kamerateam geplaudert. Bei mir sah das schon etwas anders aus: Ich hätte mir am liebsten die Zeit genommen, um den genauen Wortlaut der Fragen auswendig zu lernen.
Als ich vor meinem Interviewpartner stand, kam es wie es kommen musste: Die zweite Interviewfrage war vergessen. Egal: Stattdessen habe ich mir eine thematisch einigermaßen passende Frage ausgedacht und kurz auf meinen Spickzettel geschaut, während mein Interviewpartner darauf antwortete.
Während der Interviews stehe ich als Redakteurin nicht vor der Kamera, sondern neben dem Kameramann. Mein Interviewpartner blickt dann schräg an der Kamera vorbei zu mir: So entsteht das Bild, das wir aus dem Fernsehen kennen, bei dem Interviewpartner meist nicht direkt in die Kamera blicken. Für mich war das eine ganz neue Situation: Ich hatte bisher vor allem für Print- und Onlineformate Interviews geführt. Wenn die Antwort dann zu lang ist, jemand um den heißen Brei redet oder ein vorbeifahrender Zug stört, ist das kein Problem. Beim Fernsehen kann es jedoch schwierig werden.
Was ich dabei gelernt habe: Die Interviewfragen auswendig zu lernen bringt tatsächlich wenig. Viel natürlicher kommt die Antwort des Interviewpartners daher, wenn auch die Frage nicht gestellt wirkt!

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Nov 12, 2019

Praktikum im Studium

Ballett: Mehr als rosa Tutus?

Das Klischee kennen wir wohl alle: Balletttänzerinnen tragen alle weiße Strumpfhosen, einen rosa Body und einen Dutt. Zugegebenermaßen machen es einige Tanzfilme nicht besser: Auch in „Black Swan“ beispielsweise trägt Natalie Portman in erster Linie rosa. Hat man da Lust, als Erwachsene auch Ballett zu tanzen? Eigentlich kaum.
Ich habe in meiner Schulzeit Ballett getanzt – und den Sport danach eher aus den Augen verloren. In meinem zweiten Semester habe ich noch kurz im Uniballett vorbeigeschaut: Dass meine Uni tatsächlich ein eigenes Ballettstudio hat, in dem sogar alle Proben von einem Pianisten begleitet werden, finde ich schon ziemlich cool. Gepasst hat es aber letztendlich nicht: Angeboten wurden nur zwei verschiedene Niveaus. In der einen habe ich habe mich unter- und in der anderen überfordert gefühlt.
Als ich für mein Praktikum nach Zypern gezogen bin, hatte ich schon den Gedanken, mir mal wieder ein Ballettstudio zu suchen. Letztendlich habe ich aber keins gefunden, das auch englischsprachige Kurse anbietet. Für mein zweites Praktikum in diesem Jahr in Düsseldorf angekommen, war das schon einfacher: In der Parallelstraße meines Wohnhauses hat gerade erst ein neues Ballettstudio eröffnet.
Ich finde es immer wieder schade, wie wenige wissen, dass Ballett ein wirklich tolles Hobby ist: Wenn ich davon erzähle, dass ich wieder anfangen möchte, zu tanzen, werde ich oft gefragt, ob das denn jetzt noch Sinn macht. Klar: Profitänzerin werde ich nicht mehr. Die Freude am Tanzen muss man sich aber davon nicht nehmen lassen – egal in welchem Alter.
In Düsseldorf ist der Funke gleich wieder übergesprungen: Ich habe zwar gemerkt, dass ganz schön viel Zeit vergangen ist, seitdem ich das letzte Mal an einer Ballettstange stand. Mir fehlt nicht nur die Flexibilität, sondern bei vielen Übungen auch die Kraft. Schrittabfolgen und Armbewegungen kommen dagegen ganz schnell wieder: Wer die einmal verinnerlicht hat vergisst sie vermutlich so schnell nicht wieder.
Ein rosa Tutu habe ich übrigens noch nie getragen – weder in meiner Schulzeit, noch danach. Schon für Jugendliche schreiben die meisten Ballettstudios schwarze Bodys und rosa oder weiße Strumpfhosen vor. Für Erwachsene haben die meisten Studios überhaupt keinen Dresscode: Dann reicht es, etwas anzuziehen, in dem man sich wohlfühlt und sich bewegen kann.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Nov 5, 2019