interaktiv

Praktikum im Ausland

Eine Reise in den Südosten Mexikos (Teil2)

Autor:
Maja

Rubrik:
auszeit nach dem abi

10.09.2012

Palenque, beziehungsweise Bonampak und Yaxchilan, waren die von Mexiko-Stadt am weitesten entfernten Punkte unserer Reise. Danach haben wir sozusagen etappenweise den Rückweg angetreten. Von Palenque aus sind wir über Nacht mit dem Bus auf einer sehr kurvenreichen Straße nach San Christobal de las Casas gefahren. Im Bus haben wir ein nettes mexikanisches Pärchen kennen gelernt, das uns mit zu einem Freund genommen hat, bei dem wir dann alle gewohnt haben. San Christobal ist eine eher kleine Stadt in den Bergen und wegen der Höhe ist es dort verhältnismäßig kühl. Es herrscht eine ganz besondere Stimmung, was vielleicht mit dem Mit- und Nebeneinander der verschiedenen Kulturen zu tun hat. Am deutlichsten sieht man das, wenn man die verschiedenen Märkte der Stadt besucht: Auf dem einen verkaufen die Indigenas das Gemüse, das sie selber anbauen. Hier werden indigene Sprachen gesprochen und man sieht praktisch keinen einzigen Touristen. Die Preise sind natürlich dementsprechend niedrig. Für drei Pesos, also 20 Cent, kriegt man hier drei Bündel Spinat und für 20 Pesos sechs Mangos. Der Markt am Zocalo und vor dem Kloster Santo Domingo ist bunt durchmischt: Hier treffen Mexikaner, Lateinamerikaner, Touristen aus aller Herren Länder und Indigenas aufeinander.

Der letzte Bundesstaat unserer Route war Oaxaca, einer der größten und abwechslungsreichsten. Wir haben uns von der Küste aus landeinwärts gearbeitet. Nach drei entspannten Tagen am Meer mit Baden, kleinen Wanderungen und Strandspaziergängen ging es weiter in die Berge von Oaxaca. Das war nur eine kleine Zwischenstation, weil man praktisch nicht mit dem Bus direkt von Amasunte (dem Strandort) nach Oaxaca-Stadt fahren kann. Die Straße ist eine einzige Serpentine und die Busfahrer versuchen regelrecht den Zeitrekord von sechs Stunden zu brechen – ohne Rücksicht auf Verluste. Deswegen haben wir also einen Tag in San Jose del Pacifico pausiert und die wunderbare Aussicht genossen. Am nächsten Tag sind wir nach Oaxaca weiter gekurvt, unserer letzten Station. Obwohl wir wieder sehr nette Leute kennen gelernt und unsere Freunde aus San Christobal wieder getroffen haben, war der Aufenthalt dort ein bisschen vom Regen getrübt. Da sich über Yucatan ein Hurrikan entladen hat, hat man auch in den anderen Teilen Mexikos davon zu spüren bekommen. Insgesamt haben wir aber zweieinhalb sehr schöne Wochen verlebt. Nach dieser Reise will ich eigentlich nur zum Klamotten waschen wieder nach Mexiko Stadt zurück – und dort ein weiches Bett genießen.

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