Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Praktikum im Ausland

Halbzeit

Nachdem ihr nun schon länger nichts mehr von mir gehört habt, melde ich mich mal wieder aus Brüssel. Wie ich vor kurzem mit einem Blick in den Kalender festgestellt habe, ist mein Praktikum schon zur Hälfte vorbei – was ich fast nicht glauben konnte.

Inzwischen habe ich viele neue Bereiche im Veranstaltungsteam kennengelernt und arbeite an allen Ecken und Enden mit. Es ist immer wieder schön, wenn ich eine Tätigkeit schon kenne und nicht mehr nachfragen muss, was ich denn nun eigentlich zu tun habe und das ist mittlerweile zum Großteil der Fall. Ich habe das Gefühl, dass ich jetzt vollständig integriert und für das Team tatsächlich eine große Hilfe bin. Gerade jetzt ist das sehr wichtig, da die nächsten Wochen bis Weihnachten noch einmal sehr arbeitsintensiv werden, da in der Vertretung viele Veranstaltungen geplant sind. Dabei kommen auch Mitglieder des bayerischen Kabinetts nach Brüssel, was die Organisation der Veranstaltung gleich doppelt anstrengend macht. Ich freue mich aber sehr auf diese Zeit und bin gespannt, wie die Adventszeit hier in Belgien sein wird. Es soll auch einen Brüsseler Weihnachtsmarkt geben, auch wenn dieser meiner Meinung nach mit großer Sicherheit nicht an den berühmten Nürnberger Christkindlesmarkt herankommen wird.

Anfang Dezember veranstaltet auch die bayerische Vertretung einen Abend im Advent, bei dem jedes Jahr einer der sieben bayerischen Regierungsbezirke präsentiert wird. Dieses Jahr ist Schwaben an der Reihe, was mich als waschechten Franken noch etwas skeptisch stimmt. Allerdings habe ich bei der Planung schon mitbekommen, dass auch die Schwaben nicht ohne Nürnberger Lebkuchen und Christkindlesmarkt-Glühwein auskommen.

Vergangenes Wochenende hatte ich schließlich meine Eltern zu Gast und habe ihnen bei blendendem Wetter die Stadt gezeigt, was eine tolle Abwechslung war. Sie waren schon einmal hier, als wir meinen Umzug organisiert hatten, allerdings war damals für eine Besichtigung so gut wie keine Zeit. Natürlich empfahl ich ihnen auch, die berühmten belgischen Waffeln und Pommes zu probieren, die hier übrigens, wie ich finde, tatsächlich ganz anders und viel besser schmecken als zu Hause.

Kommendes Wochenende kommt meine Schwester zu Besuch nach Brüssel. Ich bin schon gespannt, ob auch sie so begeistert sein wird wie der Rest der Familie und die Stadt in guter Erinnerung behalten wird.

Autor: Christoph  |  Rubrik: studium  |  Nov 17, 2015
Autor: Christoph
Rubrik: studium
Nov 17, 2015

Praktikum im Ausland

Das erste Drittel

Jetzt bin ich schon seit zwei Monaten in Bolivien und habe damit schon ein Drittel meines Aufenthalts hier hinter mich gebracht. An diverse Mängel habe ich mich schon gewöhnt. Zum Beispiel funktionieren seit über einer Woche die Wasserleitungen nicht – weder in meinem Zimmer noch im Projekt. Daher muss ich von der Pförtnerin, die unter mir wohnt, Wasser in Eimern hoch in mein Bad schleppen. Ich habe auch schon zwei Stromausfälle miterlebt. Das Beste, was man dann machen kann, ist schlafen. Ansonsten lässt es sich hier erstaunlich gut leben. Ich habe viele Freunde gefunden, nicht nur in meinem Team, und nicht nur Bolivianer, sondern auch andere deutsche, spanische und italienische Volontäre. Zwei Deutsche arbeiten ein Stück weiter unten in der Stadt in einer Schule, ein weiterer Deutscher und Spanier sind bei den NAT’s anzutreffen. NAT’s steht für „Niños y adolescentes trabajadore“ also für die arbeitenden Kinder und Jugendlichen, die eine Bewegung mit einem äußerst interessanten Hintergrund darstellen. Bolivien ist das erste Land, das auf Drängen dieser Bewegung hin, die Kinderarbeit wieder erlaubt. Die NAT’s kann man sich als eine Gewerkschaft der Kinder vorstellen, die sich zusammengetan hat, um für eine gerechte Bezahlung, geregelte Arbeitszeiten und gegen Ausbeutung zu kämpfen. Um über diese Gewerkschaft zu berichten, ist vor ein paar Tagen ein Journalist des Fernsehsenders „arte“ angekommen. Was er hier tut, finde ich sehr interessant, da ich überlege, nach dem Studium auch in der Medienbranche zu arbeiten. Bald kommt auch sein Filmteam nach, das seine Recherchen in eine Reportage verwandeln soll.

Übrigens habe ich vor kurzem mit meinen neuen Freunden eine dreitägige Salzwüstentour von Uyuni aus gemacht. Die Tour beinhaltete eine Besichtigung der Salzwüste mit einer Insel voller Riesenkakteen, Lagunen in verschiedenen Farben, in denen Unmengen an Flamingos leben. Wir konnten Geysire bei Sonnenaufgang bewundern und besuchten die natürlichen Thermalbäder. In drei Tagen habe ich vermutlich noch nie so viele verschiedene Landschaften gesehen wie dort.

Zurück im Projekt starte ich nun hoffentlich bald mit meinem Englischunterricht durch. Ein kleineres Vorhaben haben wir – der andere deutsche Volontär und ich – schon in die Tat umgesetzt, die Vorbereitung und Bepflanzung eines Gartens, der im Hof einer Kirche neben dem Projekt der NAT’s liegt. Dabei haben wir gleich die Kinder eingebunden, um ihnen ein bisschen Umweltbewusstsein näherzubringen.

Autor: Lea  |  Rubrik: studium  |  Nov 13, 2015
Autor: Lea
Rubrik: studium
Nov 13, 2015

Praktikum im Ausland

Ankunft in Perus Dschungelstadt

Nachdem auch mein letzter Reisegefährte sich verabschiedet hatte, blieben mir noch wenige Tage in Peru. Tage, in denen ich mich dem Ernst des Lebens widmen wollte, um mich auf meine Rückkehr nach Deutschland vorzubereiten. Dafür musste ich nämlich noch viel organisieren: Ich habe in Deutschland keine Wohnung, keine Krankenversicherung und keinen Job. Aber die Idee, mich erst einmal in Berlin niederzulassen. Doch dann habe ich mich dafür entschieden, stattdessen noch die letzte Zeit in Peru zu genießen. In Berlin werde ich ausreichend Zeit haben für alles.

So beschloss ich nun doch noch, die letzte Region Perus zu erkunden, in der ich bisher noch nicht gewesen bin: den Regenwald im Amazonastiefland. Ich fand es schon faszinierend, dass eine der größten Städte Perus, mit über einer Million Einwohnern, nur per Flugzeug oder einer mehrtägigen Bootstour zu erreichen ist. Doch noch faszinierender war es festzustellen, dass der Ort selbst ganz anders ist als die Orte, die ich bisher in Peru kennengelernt habe.

Der intensive, feuchte Geruch und der platzartige Regen, die mich am Flughafen begrüßten, ließen in meinem Kopf die Lettern „REGENWALD“ aufleuchten. Doch zunächst ging es mit dem Mototaxi durch den städtischen Dschungel bis zu einem Schnellboot, das mich in einer dreistündigen Fahrt bis in die Dschungellodge meines Fremdenführers brachte. Ich weiß mittlerweile, dass es gut ist, schon vorher einen Guide zu buchen. Die Stadt Iquitos soll nämlich eher unattraktiv sein, und der Guide kann mir bestimmt interessante Orte zeigen. Nach ein paar Tagen im Dschungel, wo ich von Hitze und Moskitos geplagt werde, habe ich auch bestimmt wieder Sehnsucht nach der Hauptstadt Lima.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Nov 12, 2015
Autor: Anni
Rubrik: studium
Nov 12, 2015