interaktiv

Praktikum im Ausland

Terror in Brüssel

Autor:
Christoph

Rubrik:
studium

24.11.2015

Mehr als eine Woche ist nun seit den schrecklichen Anschlägen von Paris vergangen und noch immer steht ganz Europa unter Schock. Auch hier in Brüssel ist die Lage mehr als angespannt.

Letztes Wochenende war meine Schwester zu Besuch bei mir in Belgien. Nach ihrer Ankunft am frühen Freitagnachmittag ging unser erster Weg in die Innenstadt. Ich zeigte ihr den Grand Place, das Manneken Pis und die große Einkaufsstraße mit den vielen verschiedenen Geschäften. Durch die lange Anreise per Zug war meine Schwester ziemlich erschöpft, so dass wir nach dem Abendessen zurück in meine Wohnung gingen, um entspannt das Länderspiel Frankreich gegen Deutschland am Fernseher anzuschauen.

Doch es wurde alles andere als ein entspannter Abend. Bis spät in die Nacht verfolgten wir schockiert die Ereignisse in der französischen Hauptstadt, die nur etwas mehr als 250 Kilometer von Brüssel entfernt liegt. Knapp fünf Wochen vorher war ich auf Grund der kurzen Entfernung selbst noch in Paris gewesen und hatte dort ein Wochenende verbracht, was mich noch mehr betroffen machte.

Trotzdem ließen meine Schwester und ich uns am nächsten Tag nicht abschrecken und gingen weiter auf Stadtbesichtigung. Insgeheim war ich etwas froh, dass wir die Innenstadt am Tag zuvor schon abgearbeitet hatten. Ich hatte schon ein mulmiges Gefühl, doch es blieb ruhig. Den ganzen Tag waren mir aber schon unverhältnismäßig viele zivile Polizeiwagen aufgefallen, was sich am Abend dann auch durch Nachrichtenmeldungen erklärte. „Razzien in Molenbeek, Verdächtige festgenommen“. Nicht einmal 24 Stunden hatte es also gedauert, bis der Schrecken auch Brüssel erreicht hatte.

Am nächsten Morgen brachte ich meine Schwester dann auch schon wieder zum Bahnhof. Am liebsten hätte sie mich ins vermutlich sicherere Deutschland mitgenommen, doch das ging nicht. Zusammen mit meinen Praktikantenkollegen fuhr ich dann an diesem Tag nach Maastricht. Wir wollten einfach raus aus Brüssel und weg von der ganzen Angst. Trotz der Umstände hatte ich viel Spaß und einen schönen Tag, der eine wirkliche Erholung war.

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