interaktiv

Praktikum im Ausland

Hartz IV

Autor:
Anni

Rubrik:
studium

28.12.2015

Frisch in Berlin angekommen, muss ich der Realität ins Auge schauen: Wenngleich ich schon unendlich viele Schauergeschichten über das Jobcenter und den Hartz IV-Antrag gehört habe, beschloss ich diese Unterstützung zur Finanzierung meines Unterhaltes zu beantragen. Ich war dann doch überrascht, wie einfach dies vonstatten ging.

Es mag sein, dass viele Personen negative Erfahrungen mit dem Jobcenter gesammelt haben, doch bei mir war alles sehr unproblematisch. Zwar wiegt so ein Hartz IV-Antrag bestimmt ein halbes Kilo und es nimmt einige Zeit in Anspruch bis man wirklich alle Dokumente und alle Formblätter beisammen und auch die seltsamsten Fragen beantwortet hat, doch alle Mitarbeiter/innen waren dabei stets hilfsbereit und sehr freundlich.

Für mich lag die große Herausforderung vielmehr darin, dass ich für den Abschluss des Hartz IV-Antrags aufgrund meiner Rückkehr aus dem Ausland und erstmaligen Zuzugs nach Berlin eine Wiederaufnahme in die Krankenkasse beantragen musste. Zudem brauchte ich einen Mietvertrag, einen neuen Personalausweis und eine Meldebescheinigung vom Bürgeramt. Letzteres ist leider komplett überlastet und vergibt Termine nur mit zweimonatiger Wartezeit. Ohne gültigen Personalausweis kann man sich jedoch nicht ummelden und ohne Mietvertrag gibt es keinen Namen am Postkasten (unser Hausmeister reißt ihn konsequent ab) und ohne Namen am Postkasten läuft wirklich vieles schief, wenn es um offizielle Organisationsprozesse geht.

Nach diesen ersten, chaotischen Wochen in Berlin konnte ich diesen riesigen, organisatorischen Knoten jedoch auflösen. Viel Kommunikation und konsequentes Nachfragen haben es möglich gemacht. Ich bin erleichtert, diesen essentiellen Teil hinter mich gebracht zu haben und nun wieder Zeit für andere Sachen zu haben.

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