Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Praktikum im Ausland

Ab auf die Insel

Wie ich in meinem letzten Beitrag schon erwähnt habe, ging es verganenes Wochenende auf einen Kurztrip in die irische Hauptstadt Dublin. Am frühen Freitagabend traf ich mich mit meinen Kollegen am Flughafen und das Abenteuer sollte beginnen. Der Flug verlief sehr entspannt. Auf Grund der einen Stunde Zeitverschiebung hatten wir nach unserer Ankunft in Dublin noch genügend Zeit, um ohne Probleme mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ins Zentrum zu kommen. Da in Irland Linksverkehr herrscht, war diese Fahrt schon ein bisschen verwirrend, doch mit der Zeit habe ich mich daran gewöhnt. Nach einem kurzen Snack in der sehr vollen und lebensfrohen Innenstadt, zog es uns schnell in unser Hostel.

Für den nächsten Tag war eine Stadtbesichtigung geplant, die wir in Form einer sogenannten „Free Walking Tour“ machten. Man erhält eine kostenlose Führung durch die Stadt und entscheidet am Ende selbst, wie viel es einem wert war. Dublin beeindruckte mich nicht so sehr, hat aber trotzdem seine schönen Ecken. Was mich schon mehr begeisterte, war die Lebensart der Iren – sie sind immer bestens gelaunt, mit einem Lächeln und einem flotten Spruch auf den Lippen. Ich versuchte mich an einer irischen Spezialität, dem Lamm-Eintopf, musste aber leider feststellen, dass die Geschmäcker sehr verschieden sind und meinem nicht entspricht. Beim nächsten Mal wählte ich dann doch wieder die traditionellen Fish and Chips.

Zum Abschluss fuhren wir am Sonntag an die Ostküste Irlands, die mit dem Zug in knapp 20 Minuten zu erreichen ist. Allein für diesen kleinen Teil hatte sich die gesamte Reise gelohnt. Meine Praktikantenkollegen und ich entschieden uns für eine Klippentour entlang der Küste und stapften über Stock und Stein auf matschigen Wegen. Für die Anstrengung wurden wir mit einer wunderschönen Aussicht belohnt, wie ich sie mir von Irland erwartet hatte. Es war wirklich atemberaubend! Völlig erschöpft aber auch glücklich und zufrieden traten wir dann die Heimreise nach Brüssel an. Dieses Wochenende hatte sich mehr als gelohnt.

Zurück in der Arbeit sind wir nun auch bei den letzten Kleinigkeiten angekommen, die noch für den Neujahrsempfang vorzubereiten sind. So planen wir beispielsweise eine Wunschkartenaktion, bei der die Gäste ihre Wünsche fürs neue Jahr aufschreiben können und diese anschließend in Form einer Dauerschleife auf die Leinwand projiziert werden. Die Koordination dieser Aufgabe wurde mir übertragen, was mir schon im Vorlauf viel Spaß bereitet.

Autor: Christoph  |  Rubrik: studium  |  Jan 26, 2016
Autor: Christoph
Rubrik: studium
Jan 26, 2016

Praktikum im Ausland

Endspurt

Drei Wochen sind so schnell vorbei – vor allem dann, wenn man sie im Umfeld seiner Familie und Freunde verbringt. Nach einer schönen, entspannten Weihnachtszeit ging es vergangenen Sonntag für mich letzten sechs Wochen meines Praktikums mit dem Zug zurück nach Brüssel. Nachdem ich auf Grund einer Verspätung beinahe meinen Anschlusszug in Frankfurt verpasst hätte, war ich mehr als froh, als ich am Abend wieder Brüsseler Boden unter den Füßen hatte. „Ab in die Metro und vom ‚Schumann‘ im typischen Brüsseler Regen nach Hause laufen“, dachte ich mir. Die Wege sind mittlerweile zur Gewohnheit geworden und so war es auch fast ein bisschen wie nach Hause kommen. Nach der langen Reise fiel ich dann aber auch sofort müde ins Bett.

Am folgenden Tag standen dann auch gleich wieder die Arbeit und das Wiedersehen mit meinen Kollegen der Vertretung auf dem Programm, auf das ich mich sehr freute. Nach einer ausgiebigen Begrüßung ging es dann aber schon wieder zur Sache: Der Neujahrsempfang Ende des Monats steht vor der Tür und die Vorbereitung geht in die heiße Phase. An der Veranstaltung wird auch die bayerische Europaministerin wieder teilnehmen. Inzwischen sind die Einladungen verschickt und die Resonanz ist riesengroß. Alles spricht für eine gelungene letzte Großveranstaltung für mich. Allerdings wird es in den kommenden beiden Wochen nochmal sehr stressig werden, um alles rechtzeitig fertig zu bekommen. Nachdem ich aber auch das Oktoberfest der Vertretung miterlebt habe, weiß ich, dass wir das schaffen werden.

Und auch am Wochenende ist wieder etwas geboten. In Brüssel habe ich mittlerweile alles zur Genüge gesehen, deshalb werde ich zusammen mit den anderen Praktikanten nach Dublin fliegen und mir die nächste europäische Metropole anschauen. Ich freue mich sehr darauf, wieder eine neue Kultur kennenzulernen und bin gespannt, was Irland zu bieten hat. Ich hoffe, dass ich auch etwas von der schönen Natur außerhalb der Stadt sehen kann. Danach werden auch wieder einige meiner Kollegen die Vertretung verlassen, so dass der Kurztrip bestimmt auch ein schöner Abschluss für sie wird. In meinem nächsten Text werde ich euch darüber berichten.

Autor: Christoph  |  Rubrik: studium  |  Jan 18, 2016
Autor: Christoph
Rubrik: studium
Jan 18, 2016

Praktikum im Ausland

Der Cerro Rico

An einem schönen Sonntagmorgen trafen wir uns pünktlich um sieben Uhr zu einem zweiten kleinen Abenteuer, ebenfalls bei den NAT's. Mit von der Partie: der andere deutsche Volontär, eine spanische Volontärin und zwei bolivianische Studenten. Unser Weg führte uns diesmal nicht am Cerro Rico vorbei, sondern direkt an seinen Fuß. Von dort aus hieß es den Berg hinauf wandern. Für uns arme Europäer gestaltete sich das recht anstrengend, schließlich starteten wir von 4.500 Metern zu einem Anstieg über 300 Höhenmeter. Alavro und Luis unsere „Fremdenführer“ machten es uns durch ihre Wahl des Weges nicht gerade einfacher. Anstatt die offiziellen Wege zu nehmen, stiegen wir die meiste Zeit über Geröll und lockere Erde den kürzesten Weg – steil und in einer geraden Linie – den Berg hoch.

Der Cerro Rico ist zudem nicht gerade schön zum Wandern. Durch die Jahrhunderte lange Minenarbeit besteht er gefühlt nur noch aus Geröll, Sand und Staub und natürlich aus Stollen, die zum Teil stillgelegt sind. Es gibt kaum Pflanzen und erst recht keine Bäume, die einem vielleicht ein wenig Schatten vor der gnadenlosen Sonne spenden könnten. Die einzige Pflanze die wir sahen war ein stacheliger Strauch mit einer roten Blume, von der Alvaro mir erzählte, sie würde als Medizin genutzt. Angeblich produziere die Pflanze eine Art Lutschbonbon im Inneren ihrer Blüte, die man gerne Kinder gebe. Als ich fragte wogegen das helfe, meinte er gegen alles.

Auf unserem Weg begegneten wir zwei Viscachas. Das sind Tiere, die aussehen wie eine Mischung aus Kaninchen und Ratte mit einem Schuss Chinchilla. Je höher wir kamen, desto öfter machten wir die Bekanntschaft mit dem Chiri Wayra, zu Deutsch kalter Wind, wie man dieses frische Lüftchen des Cerro Rico passenderweise auf Quechua benannt hat. Nur blieb es nicht bei dem Lüftchen. Ab einer bestimmten Höhe pfiffen uns die Böen um die Ohren. Doch davon ließen wir uns nicht aufhalten und erreichten sicher den Gipfel, wo uns eine großartige Aussicht erwartete. Ich hatte welche von den selbstgemachten Lebkuchen mitgebracht, die wir dort knabberten, während wir den Anblick der umliegenden Bergketten genossen. Nach ein paar Fotos machten wir uns direkt wieder an den Abstieg. Der fiel für die Lungen zwar erholsamer aus, als der Aufstieg, dafür ließen die Muskeln mit jedem Schritt nach. Nach der ganzen Aufregung war ich froh, wieder mein Bett zu erreichen und ein paar Stunden Beine und Lunge schonen zu können.

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  Jan 13, 2016
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
Jan 13, 2016