interaktiv

Praktikum im Ausland

Reiselust

Autor:
Lea

Rubrik:
orientieren

28.01.2016

Da ich durch die Schulferien selbst ein bisschen Urlaub hatte, nutzte ich diese Gelegenheit um den Rest Boliviens ein wnig zu erkunden. Mein erstes Ziel führte mich über Nacht in einem Schlafbus nach Cochabamba – das empfinde ich als die bequemste Art und Weise um in Bolivien zu reisen.

Der Ort beeindruckt durch seine grünen Vororte und Parkanlagen. Er liegt um einiges tiefer als Potosí, weshalb das Klima besser für die Landwirtschaft geeignet ist. Allerdings gibt es nicht viele Sehenswürdigkeiten außer der großen Jesus-Statue, ähnlich der in Rio de Janeiro, die über die Stadt wacht, und ein paar Museen. Viel interessanter ist der Torotoro-Nationalpark in der Nähe, der allerdings aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse nur schwer zu erreichen ist. Ich hatte das Glück, in einem Privatauto mitgenommen zu werden, denn mit dem Bus hätte es vier bis fünf Stunden gedauert. Neben dem Dorf Torotoro findet man atemberaubende Landschaften, Felsformationen, Tropfsteinhöhlen und Dinosaurierspuren. Auf einer anderen Tour der örtlichen Agentur entdeckt man einen Canyon, Wasserfälle, Inka-Zeichnungen und noch mehr Dinosaurierspuren. Ich hatte aber nur einen Tag Zeit, weshalb ich nur ersteres zu Gesicht bekam.

Danach führte mich mein Weg nach La Paz, die Hauptstadt Boliviens. Ich besuchte ein paar wirklich interessante Museen und unternahm zwei Tagesausflüge in die Umgebung: in das Tal des Mondes und nach Tiwanaku, wo es noch Ruinen eines religiösen Zentrums einer uralten Kultur zu sehen gibt. Nach langem Suchen fand ich auch in La Paz endlich eine Reise-Agentur, die eine geführte Tour über den Choro-Treck anbietet, eine dreitägige Wanderung von La Paz nach Coroico. Allerdings musste ich am Ende doch alleine mit meinem Guide und ohne Gruppe los, da meine potenziellen Mitwanderer erst kurzfristig in La Paz angekommen waren und Probleme mit der Höhe hatten. Wir begannen den Weg in karger, trister, nebliger Landschaft, doch je tiefer wir kamen, desto vielfältiger wurde die Vegetation, bis wir uns schließlich in immergrünen, beinahe tropischen und undurchdringlichen Wäldern befanden. Wir schliefen in Hütten in winzigen Dörfern entlang des Weges fernab jeglicher Zivilisation – ein absolutes Highlight.

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