Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Praktikum im Ausland

Zurück nach Hause

Dann war es soweit: Mein letzter Tag in der Vertretung des Freistaates Bayern bei der Europäischen Union (EU) war gekommen. Zum Abschluss luden mich meine Kolleginnen des Veranstaltungsteams noch zum Mittagessen ein und dankten mir für die Mitarbeit, dann räumte ich meinen Schreibtisch auf und verabschiedete mich von allen.

Ich verlasse Brüssel mit einem weinenden, aber auch einem lachenden Auge. Ich freue mich auf meine Familie und die Freunde in der Heimat. Trotzdem hatte ich eine unglaublich tolle Zeit in Brüssel! Der Grund für mein Praktikum im Ausland war das praktische Studiensemester meines Studiengangs Ressortjournalismus. Bei der Bayerischen Vertretung hatte ich die Gelegenheit in den täglichen Arbeitsablauf hineinzuschauen und als aktives Mitglied mitzuarbeiten. Dabei fielen sowohl journalistische als auch andere Aufgaben an, die es zu bewältigen gab. Arbeitstechnisch gesehen hat mir die Zeit sehr weitergeholfen und damit seinen Zweck erfüllt.
Außerdem habe ich mich auch menschlich weiterentwickelt. Durch die hohe Fluktuation im Praktikantenbüro habe ich viele neue Menschen kennengelernt und Freundschaften geschlossen, die ich nun pflegen will. Schon in der nächsten Woche werde ich zwei meiner Praktikantenkollegen wiedersehen.
Der dritte positive Punkt sind die vielen Reisen, die ich unternehmen und so einen kleinen Teil Europas erkunden konnte. Ob Amsterdam, Paris oder Dublin: Wahrscheinlich hätte ich keine dieser europäischen Hauptstädte besucht, wäre ich daheim geblieben. Ich ziehe also ein positives Feedback und freue mich über die vielen spannenden Erlebnisse des vergangenen halben Jahres.

 

Autor: Christoph  |  Rubrik: studium  |  Feb 23, 2016
Autor: Christoph
Rubrik: studium
Feb 23, 2016

Praktikum im Ausland

Vom Rest der Pause zu Neubeginn

Nach meiner Fahrt kreuz und quer durch Bolivien hatte ich noch ein paar Wochen, bevor die Arbeit im Projekt in Potosí wieder losging. Deshalb beschloss ich, befreundete Ordensschwestern auf dem Land zu besuchen. Sie betreiben dort eine Näh- und Strickwerkstatt für junge Mädchen aus der Region und ich wollte selbst die Gelegenheit nutzen, ein paar Sachen anzufertigen.

Es dauere erst eine Weile, bis ich mit der pedalbetriebenen Nähmaschine zurecht kam, aber als ich mich an die Bewegungen mit den Füßen gewöhnt hatte, gefiel es mir sogar besser als die elektrischen, deren Tempo man oft nicht gut unter Kontrolle halten kann. Nachdem ich mit Hilfe der Nählehrerin meine Umhängetasche repariert hatte, probierte ich auch die Strickmaschinen aus. Diese Maschine besteht aus einer Menge Nadeln mit Haken, eine für jede Masche, und einem Schiffchen. Das Schiffchen wird hin und her über die Nadeln bewegt und strickt automatisch die einzelnen Maschen weiter. Ich bastelte also ein paar Geschenke für Freunde in Deutschland. Und auch sonst genoss ich die Zeit bei den Schwestern sehr. Es gab immer gutes Essen und es war schön, auch einmal nicht alleine essen zu müssen, wie sonst immer.

Danach begann wieder die Vorbereitung für das Projekt. Genau wie im letzten Jahr sollen Kinder ärmerer Viertel von Potosí Hilfe bei den Hausaufgaben erhalten, ihr Wissen durch Lernspiele vertiefen, zu Mittag essen können und in Sachen Gesundheit und Hygiene im Alltag erzogen werden. Auch die Projekte für die Mütter dieser Kinder sollen vertieft werden.

Zum neuen Jahr wollten wir die Aufteilung der Zimmer verändern. Bisher waren die Räume nach Altersgruppen getrennt, jedoch machten die Kinder im selben Raum ihre Hausaufgaben, in dem andere Kinder auch spielen durften. Das ist natürlich alles andere als zuträglich für die Konzentration bei den Hausaufgaben. Also schufen wir ein eigenes Zimmer, das nur für Spiele da sein soll, was allerdings auch einiges an Umstrukturierung und Möbelschlepperei bedurfte. Ich möchte jetzt noch für jeden Raum Papierkörbe basteln, um die Mülltrennung voranzutreiben.

Autor: Lea  |  Rubrik: studium  |  Feb 12, 2016
Autor: Lea
Rubrik: studium
Feb 12, 2016

Praktikum im Ausland

Der Abschied naht

Schon langsam rückt der Abschied von Brüssel immer näher und inzwischen habe ich auch schon damit begonnen, die alten Umzugskartons wieder herauszukramen und mein Hab und Gut darin zu verstauen. Zehn Arbeitstage – also zwei Wochen – bleiben mir noch, doch die werden schneller vorbei sein, als mir lieb ist.

Der Abschied von meiner kleinen Ein-Zimmer-Wohnung, die man liebevoll auch als Rumpelkammer bezeichnen könnte, wird mir genauso leicht fallen, wie der Abschied von der Stadt an sich. Allerdings hatte ich im vergangenen halben Jahr in der Vertretung eine sehr angenehme Zeit, in der ich auch einige der Mitarbeiter ins Herz geschlossen habe. Alleine für ein Wiedersehen mit ihnen würde es sich lohnen, nach Brüssel zurückzukehren.

Bald steht auch mein erstes Abschlussgespräch an, das ich mit der Leiterin meines Referats führen werde, die auch gleichzeitig stellvertretende Leiterin der Vertretung ist. Ich bin sehr gespannt, wie sie meine Arbeit bewerten und wie das Gespräch verlaufen wird. Immerhin konnte ich inzwischen meinen Praktikumsbericht fertig stellen und kann ihn ihr zur Unterschrift vorlegen.

Außerdem ist Karnevalswoche, die uns in der Vertretung zumindest einen freien Dienstagnachmittag beschert. Ursprünglich wollten meine Praktikantenkollegen und ich die Gunst der Stunde nutzen und mit dem Zug nach Köln fahren, um die volle Dröhnung Karneval abzubekommen. Aus Kostengründen aber haben wir die Idee wieder verworfen. Stattdessen werden wir uns ansehen, was die Brüsseler Innenstadt an den närrischen Tagen so zu bieten hat. Die Nähe zum Rheinland lässt auf einiges hoffen – als Franke habe ich aber dennoch keine allzu großen Erwartungen.

Natürlich blieb auch der monatliche Wechsel im Praktikantenbüro nicht aus und so sind mit mir nur noch zwei Praktikanten aus der Vorweihnachtszeit übrig geblieben.
Eine unserer neuen Kolleginnen ist wie ich schon seit August in Brüssel und hat zuvor ein Auslandssemester an einer Brüsseler Universität absolviert. Eine ihrer ersten Fragen war, wie wir hier in der Vertretung die Zeit der Terrorwarnstufe erlebt haben. Es war sehr interessant, diese spezielle Phase mal aus einer anderen Perspektive geschildert zu bekommen und sich mit ihr darüber auszutauschen.

 

Autor: Christoph  |  Rubrik: studium  |  Feb 9, 2016
Autor: Christoph
Rubrik: studium
Feb 9, 2016