interaktiv

Praktikum im Ausland

Der Abschied naht

Autor:
Christoph

Rubrik:
studium

09.02.2016

Schon langsam rückt der Abschied von Brüssel immer näher und inzwischen habe ich auch schon damit begonnen, die alten Umzugskartons wieder herauszukramen und mein Hab und Gut darin zu verstauen. Zehn Arbeitstage – also zwei Wochen – bleiben mir noch, doch die werden schneller vorbei sein, als mir lieb ist.

Der Abschied von meiner kleinen Ein-Zimmer-Wohnung, die man liebevoll auch als Rumpelkammer bezeichnen könnte, wird mir genauso leicht fallen, wie der Abschied von der Stadt an sich. Allerdings hatte ich im vergangenen halben Jahr in der Vertretung eine sehr angenehme Zeit, in der ich auch einige der Mitarbeiter ins Herz geschlossen habe. Alleine für ein Wiedersehen mit ihnen würde es sich lohnen, nach Brüssel zurückzukehren.

Bald steht auch mein erstes Abschlussgespräch an, das ich mit der Leiterin meines Referats führen werde, die auch gleichzeitig stellvertretende Leiterin der Vertretung ist. Ich bin sehr gespannt, wie sie meine Arbeit bewerten und wie das Gespräch verlaufen wird. Immerhin konnte ich inzwischen meinen Praktikumsbericht fertig stellen und kann ihn ihr zur Unterschrift vorlegen.

Außerdem ist Karnevalswoche, die uns in der Vertretung zumindest einen freien Dienstagnachmittag beschert. Ursprünglich wollten meine Praktikantenkollegen und ich die Gunst der Stunde nutzen und mit dem Zug nach Köln fahren, um die volle Dröhnung Karneval abzubekommen. Aus Kostengründen aber haben wir die Idee wieder verworfen. Stattdessen werden wir uns ansehen, was die Brüsseler Innenstadt an den närrischen Tagen so zu bieten hat. Die Nähe zum Rheinland lässt auf einiges hoffen – als Franke habe ich aber dennoch keine allzu großen Erwartungen.

Natürlich blieb auch der monatliche Wechsel im Praktikantenbüro nicht aus und so sind mit mir nur noch zwei Praktikanten aus der Vorweihnachtszeit übrig geblieben.
Eine unserer neuen Kolleginnen ist wie ich schon seit August in Brüssel und hat zuvor ein Auslandssemester an einer Brüsseler Universität absolviert. Eine ihrer ersten Fragen war, wie wir hier in der Vertretung die Zeit der Terrorwarnstufe erlebt haben. Es war sehr interessant, diese spezielle Phase mal aus einer anderen Perspektive geschildert zu bekommen und sich mit ihr darüber auszutauschen.

 

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