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Praktikum im Studium

Vorbereitungen

Autor:
Jan

Rubrik:
studium

11.08.2016

Die Spannung war wirklich unerträglich. Ich hatte die finale Runde der Bewerbungsphase für meine Traumpraktikumsstelle in den USA absolviert und wartete ungeduldig auf Feedback. Da ich mich als „Technical Support Intern“ bei Porsche Motorsport North America beworben hatte und die Zeitverschiebung zu deren Standort Los Angeles neun Stunden beträgt, würde eine Rückmeldung wohl mitten in der Nacht kommen. Dementsprechend unruhig schlief ich, bis ich die wunderbare Nachricht erhielt: Ich hatte die erhoffte Zusage und werde im September mein Auslandspraktikum beginnen. Nach anfangs überschwänglicher Freude merkte ich, dass nun einige organisatorische Aufgaben auf mich warteten, die alle während meiner Prüfungszeit schnellstmöglich geregelt werden wollten.
Ich studiere im sechsten Semester Automobilwirtschaft an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen. Eigentlich würde ich nächstes Semester meine Bachelorarbeit schreiben und die letzten Kurse belegen. Aber da sich nun diese unglaubliche Chance ergeben hat, lege ich ein Urlaubssemester ein. Ich muss nur noch zum Prüfungsamt und den Antrag darauf stellen.
Der nächste große Punkt auf der To-do Liste ist das Visum. Glücklicherweise werde ich bei meinem Antrag von der GACC, der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer, unterstützt. Der erste Schritt besteht darin, alle nötigen Unterlagen und Dokumente zusammenzusuchen. Man braucht beispielsweise ein Motivationsschreiben, zwei Referenzen, eine Bescheinigung über eine gültige Auslandskrankenversicherung und einen der Englischkenntnisse. Zudem muss man gefühlt tausend Formulare ausfüllen und darf sich dabei keine Fehler erlauben. Im nächsten Schritt wird mit der GACC ein verpflichtendes Telefon-Interview durchgeführt. Dabei geht es hauptsächlich um die Gründe für den USA-Aufenthalt und welche Reisepläne man neben seinem Praktikum hat.
Neben der Aufenthaltsgenehmigung musste ich mich noch um eine Wohnung kümmern. Ich merkte schnell, dass Los Angeles horrende Mietpreise hat und es zudem wenig Sinn macht, von Deutschland aus via Internet eine Unterkunft für ein halbes Jahr zu suchen. Deshalb habe ich mir für die ersten vier Wochen ein nettes Appartement gemietet und werde mich vor Ort nach einer langfristigen Bleibe umschauen.
Ansonsten stehen noch viele Kleinigkeiten auf meiner Vorbereitungsliste: Den Internationalen Führerschein beantragen, eine Handy-SIM-Karte bestellen, mein Auto abmelden. Doch die Freude auf Los Angeles überwiegt den aktuellen Organisationsstress.

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