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Praktikum im Studium

Termin im US-Konsulat

Autor:
Jan

Rubrik:
studium

06.09.2016

Ein Visum für die USA zu bekommen, war gar nicht so ohne: Um das „Exchange Visitor J1-Visum“ zu beantragen, benötigt man zunächst einen sogenannten Sponsor. In meinem Falle ist das die GACC, die deutsch-amerikanische Handelskammer. Das Wort Sponsor ist meiner Meinung nach aber eher unangebracht, da man zwar beim Antragsprozess unterstützt wird, dafür allerdings auch 800 Dollar bezahlt. Nachdem man von der GACC alle wichtigen Unterlagen erhalten hat, kann man mit dem Bewerbungsprozess beim „US Department of State“ beginnen. Man füllt erneut eine Menge Dokumente aus und muss wieder ein paar hundert Dollar an Gebühren zahlen. Dann steht der letzte Schritt bevor, nämlich der Termin beim US-Konsulat zum Gespräch. In Deutschland gibt es hierfür drei Standorte: Berlin, Frankfurt oder München. Ich entschied mich für München.
Am Konsulat angekommen, begrüßte mich ein recht freundlicher, wenn auch schwer bewaffneter Beamter, der mich durch die Sicherheitskontrolle führte. Wie am Flughafen musste ich durch einen Scanner und wurde anschließend in den Warteraum gebracht. Dokumente abgeben, Fingerabdrücke nehmen lassen und dann in einem Raum warten, in dem durch die Klimaanlage nur noch gefühlte fünf bis zehn Grad herrschten: Eben typisch Amerika. Bevor ich zu meinem Termin aufgerufen wurde, spürte ich eine gewisse Anspannung, die sich jedoch im Verlaufe des Gesprächs schnell legte. Nach ein paar Standardfragen, was ich denn in den USA vorhabe und wer mir das finanziert, sprach mein Gegenüber den lang ersehnten Satz aus: „Congratulations, you qualified for your visa!“ In einer Woche werde ich also mit einem gültigen Visum nach Amerika einreisen.

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