interaktiv

Praktikum im Studium

Arbeiten im Land der unbegrenzten Möglichkeiten

Autor:
Jan

Rubrik:
studium

11.10.2016

Seit einigen Wochen arbeite ich nun schon für Porsche Motorsport North America und bin dort interner Ansprechpartner bei technischen Problemen. Meine Hauptaufgabe besteht darin, die Kundenbetreuer, die am Wochenende bei allen wichtigen Rennen in den USA vertreten sind, zu unterstützen. Das mache ich, indem ich deren Schadensmeldungen und Unfallberichte verarbeite und anschließend Teile begutachte. Ansonsten verwalte ich unser Qualitätsmanagementsystem und bereite Unterlagen für die Rennveranstaltungen vor.
Meine Arbeitstage dauern normalerweise von 7 bis 16 Uhr, also klassisch – dachte ich zumindest. Wobei ich mich schon zu Beginn über diese Arbeitszeiten gewundert hatte, da Motorsport und genau definierte Bürotage doch eigentlich nicht zueinander passen. Realistisch gesehen werde ich wohl einige Überstunden machen müssen, um mein Pensum zu erledigen. Das stört mich aber nicht weiter, da ich ja auf meiner absoluten Traumstelle arbeite: Während der Arbeitszeit in Rennwagen zu sitzen oder Teile zu Gesicht zu bekommen, die von den Entwicklungsabteilungen sonst streng geheim gehalten werden, ist einfach der Wahnsinn. Ich hatte auch schon die Ehre Patrick Long, einen Werksfahrer der Firma Porsche zu treffen.
Meine Kollegen sind sehr nett, aber die meiste Zeit irgendwo in den USA unterwegs. Ob die Arbeitskultur sich sehr von der in Deutschland unterscheidet, weiß ich noch nicht. Nach knapp drei Wochen ist das schwer zu beurteilen, zumal unser Team ein internationaler Mix aus Deutschen, Engländern und Amerikanern ist. Das werde ich wohl erst später beurteilen können. In den nächsten Wochen ist an meinem Arbeitsplatz aber auch so einiges geboten, da das neue Firmengebäude eröffnet und der alte Standort endgültig geschlossen wird. Dass ich diesen Prozess als Mitarbeiter miterleben kann, ist für mich sehr interessant – da habe ich wohl gutes Timing bewiesen.

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