interaktiv

Praktikum im Studium

Unterwegs in Uganda

Autor:
Annika

Rubrik:
studium

09.02.2017

Die ugandische Natur gefällt mir sehr. Lässt man Autos, Lärm und Menschenmassen der Großstadt hinter sich, wird es schlagartig grün und ruhig. In den Kleinstädten und auf den Dörfern ist alles langsamer und entspannter als in der trubeligen Hauptstadt Kampala.
Bisher haben mich meine Ausflüge nach Entebbe, Jinja, Mbarara im Westen und zu den Sipi Falls im Osten gebracht. Entebbe ist nicht weit von Kampala entfernt und wunderschön am Viktoriasee gelegen. Das Ufer ist durch unzählige Palmen sehr grün und da der See riesig ist, fühlt es sich an, als wäre man am Meer. In Jinja entspringt der Weiße Nil, Quellfluss des längsten Stroms der Welt, dem Nil. 90 Tage wird es dauern, bis das Wasser, in dem ich geschwommen bin, in Ägypten angekommen ist. Jinja ist eine Touristenstadt für Leute wie mich, die die Quelle des Nils sehen oder gar aufregende Aktivitäten wie Wildwasserrafting machen wollen.
Auf der Fahrt nach Mbarara habe ich nicht nur den Äquator überquert, sondern auch ehemalige Wakisa-Mädchen getroffen und interviewt. Die Aufgabe meines Auslandspraktikums besteht ja darin, herauszufinden, wie es denjenigen ergangen ist, die nach ihrer Zeit bei Wakisa – ein Beratungszentrum für Frauen, die aufgrund einer Schwangerschaft von ihrer Familie verstoßen wurden – wieder auf eigenen Beinen stehen. Als ich in den Tagen in Mbarara doch mal einen freien Nachmittag hatte, konnte ich ein bisschen rausfahren und habe Zebras, Affen und Antilopen gesehen.
Am letzten Tag meiner Reise hat mich ein Pfarrer in ein Flüchtlingscamp mitgenommen. Was als „Flüchtlingscamp“ bezeichnet wird, würde ich eher „Flüchtlingsstadt“ nennen. Das „Nakivale Refugee Settlement“ gibt es schon etwa seit den 50er-Jahren. Genug Zeit, um städtische Strukturen entwickeln zu können, denn in Nakivale gibt es Schulen, Kirchen, Kneipen, Taxis und Geschäfte. Eigentlich sieht es aus, wie andere Kleinstädte in Kampala, dennoch ist es eine Parallelwelt.
Voriges Wochenende bin ich in den Osten bis fast an die Grenze Kenias gefahren, zu den Sipi Falls. Da gerade Trockenzeit ist, haben die Wasserfälle nur wenig Wasser geführt. Ich habe die Wanderung durch die ugandische Berglandschaft dennoch sehr genossen.
Jetzt bin ich zurück in Kampala und damit schon im Endspurt meines Aufenthalts in Uganda. Sechs Wochen liegen noch vor mir – und die Zeit rast.

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