interaktiv

Praktikum im Studium

Forschungspraktikum

Autor:
Maja

Rubrik:
studium

10.03.2017

Endlich habe ich die Prüfungen hinter mir. Eigentlich brauche ich danach immer einen Tag, an dem ich nur schlafe und rumhänge. Dieses Mal bin ich jedoch direkt
nach Hause gefahren um meine Familie zu besuchen – bevor mein Praktikum zwei Tage später beginnen sollte. Mein Papa hatte Geburtstag gehabt und ich wollte gerne zu seiner Feier gehen, weil ich das normalerweise nie machen kann, weil ich meistens genau an dem Tag eine Prüfung schreibe. Richtig erholsam war das Wochenende zu Hause aber nicht, weil ich die ganze Verwandtschaft abgeklappert habe. Es war aber trotzdem schön.
Vorige Woche ging dann mein Forschungspraktikum am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften los. Hier habe ich bereits als studentische Hilfskraft gearbeitet, sodass ich schon weiß, wie die Abläufe sind. Allerdings habe ich in der Abteilung „Neurologie“ gearbeitet und das Praktikum mache ich nun in einer Forschungsgruppe, die sich mit der Intonation von Sprache und Musik beschäftigt. Meine Aufgaben während des Praktikums unterscheiden sich stark von denen, die ich als studentische Hilfskraft hatte.
In der ersten Woche habe ich ein Experiment mit Hilfe der Programme „Presentation“ und „Matlab“ konzipiert. Das war für mich eine ganz neue Erfahrung. Erstaunlicherweise macht das aber richtig viel Spaß, obwohl es sehr komplex ist.
Ab nächster Woche werde ich das Experiment mit Versuchspersonen durchführen. Darauf bin ich schon sehr gespannt.
Das Praktikum empfinde ich jedoch auch als sehr anstrengend. Das mag aber daran liegen, dass ich direkt in der ersten Woche krank geworden bin, aber nicht gleich am Anfang zu Hause bleiben wollte. Was ich gar nicht erwartet hätte, ist, dass es mir bei diesem Praktikum viel schwerer fällt, abzuschalten. Ich träume oft nachts vom Programmieren oder mir fallen in der Freizeit Dinge ein, die ich im Praktikum unbedingt noch erledigen muss. Das ist mir bei meinem vorigen Praktikum in der forensischen Psychiatrie nie passiert – obwohl man dort berührende Lebensgeschichten erfährt. Aber genau dazu sind Praktika ja da: nämlich um herauszufinden, was einen interessiert und für welche Tätigkeit man geeignet ist.

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