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Praktikum im Studium

Schulpsychologisches Praktikum

In den vergangenen Wochen habe ich ein Praktikum im Schulamt bei einem Schulpsychologen absolviert. Die Arbeit dort war sehr abwechslungsreich. Unter anderem war ich bei Beratungsgesprächen dabei, in denen sich sowohl Kinder als auch Eltern oder Lehrkräfte Rat und Unterstützung holen können. Zum Beispiel kann es um die Frage gehen, ob ein Kind schulfähig ist, oder erst ein Jahr später eingeschult werden sollte. Bei einem anderen Kind gab es aufgrund von Verhaltensauffälligkeiten in der Schule die Vermutung, dass es hochbegabt sei. Mit diesem Kind habe ich einen Intelligenztest durchgeführt und konnte nach der Auswertung den Eltern rückmelden, dass das Kind durchschnittlich begabt ist und die Ursache für die Auffälligkeiten an anderer Stelle gesucht werden müssen. Andere Kinder haben aufgrund von schwierigen familiären Verhältnissen Angststörungen oder Depressionen entwickelt und müssen deswegen psychologisch beraten und unterstützt werden. Wenn sich diese Störungen verschlimmern oder das Kind sogar suizidale Absichten äußert, muss über einen Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik nachgedacht werden. Manche Kinder müssen auch aus ihrer Familie geholt werden, wenn zum Beispiel ein Elternteil selbst psychisch oder körperlich so krank ist, dass das Kind nicht mehr ausreichend versorgt wird oder gefährdet ist.
Um einen umfassenderen Eindruck von den Kindern zu bekommen, habe ich im Unterricht hospitiert und das Kind in der Klassengemeinschaft beobachtet. Oder ich habe Kontakt zu den Lehrkräften aufgenommen, um zu verstehen, wo das Kind fachlich steht und wie Lehrkräfte, die die Kinder jeden Tag erleben, die Situation einschätzen. Bei einigen Fällen werden sogenannte „Runde Tische“ einberufen; hier setzen sich ein Schulpsychologe oder eine Schulpsychologin, die Lehrkraft und die Eltern des Kindes plus eventuell das Jugendamt und Inklusionshilfen zusammen und führen damit alle Kompetenzen zusammen, um das Kind bestmöglich unterstützen zu können.

Autor: Franca  |  Rubrik: studium  |  Apr 13, 2017
Autor: Franca
Rubrik: studium
Apr 13, 2017

Praktikum im Studium

Der Lehrerinnen-Look

Privat ist mein Aussehen meistens ziemlich unaufwändig: Chucks, dazu kurze Jeans über Strumpfhose oder Thermoleggins (je nach Wetter), T-Shirt oder Top, Schlabberpulli oder die Strickjacke aus Papas Kleiderschrank, die selbst ihm schon eine Nummer zu groß ist. Die Haare werden ab und zu mal gekämmt, aber sonst weitestgehend in Ruhe gelassen. Und Schminke? Bitte! Viel zu anstrengend.
In der Uni ist das auch vollkommen ausreichend, von den Mädchen, die man so im Mathe-Zentrum trifft, gehöre ich wahrscheinlich sogar noch zu denjenigen, die sich beim Aussehen mehr Mühe geben als der Durchschnitt.
Am ersten Tag meines Orientierungspraktikums lief ich stattdessen für meine Verhältnisse echt schick rum: Gekämmte Haare, zumindest die Augenringe waren unter Concealer versteckt und über der langen Jeans den schicken Pulli aus dem Secondhandladen, der ein Outfit immer direkt viel seriöser macht. Das ist keine Komplettveränderung, nur die ordentliche Version von Janna. Aber die Tatsache, dass ich mir genau überlegt hatte, was ich anziehe, zeigt, dass man als Lehrerin andere Dinge trägt als im Alltag.
Am Lehrerberuf finde ich sehr gut, dass man keine Kleidervorschriften hat. Es gibt (meistens) keine Uniformen oder sonstige Vorgaben. Man kann tragen, worin man sich wohl fühlt. Das heißt aber nicht, dass ich auch alles tragen würde. Zu kurze Hosen oder Röcke, tiefe Ausschnitte und durchsichtige Blusen würde ich genauso wenig tragen wie dreckige Klamotten, Jogginghose oder ausschließlich rosa. Schließlich müssen die Schüler einen respektieren und das fällt zumindest mir leichter, wenn das, was ich trage, ein bisschen aussieht als wäre ich erwachsen.
Dass ich nicht die Einzige war, die so dachte, stellte ich fest, als ich einer Mathe-Kommilitonin begegnete, die an derselben Schule wie ich ihr Eignungspraktikum absolviert: In der Uni läuft sie nur mit Kapuzenpulli rum, an der Schule trug sie jetzt Bluse und Blazer. Ein bisschen anders als sonst kleidet man sich eben doch.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Apr 13, 2017
Autor: Janna
Rubrik: studium
Apr 13, 2017

Praktikum im Studium

Zurück im Kindergarten

Meine letzte Praktikumsstelle im Studium durfte ich deutlich freier als bisher wählen. Es musste sich nicht einmal um eine Schule handeln, ich konnte auch einen Blick in pädagogische Einrichtungen anderer Art werfen. Da mich der Elementarbereich als Handlungsfeld sehr reizt, habe ich mich auf die Suche nach einem Kindergarten gemacht.
Ich wollte außerhalb von Ludwigsburg suchen und kam auf Tübingen. Die Stadt ist sehr alternativ, weshalb es viele interessante Kindergartenkonzepte gibt. Mein Favorit war jedoch ein Kinderhaus, in dem ich erfreulicherweise genommen: Mehrere Erzieherinnen sind Englisch-Muttersprachlerinnen und reden im Kindergartenalltag nur Englisch. Am ersten Tag meines Praktikums war ich zunächst über diese Konsequenz überrascht, denn das bedeutete, dass auch mit mir Englisch gesprochen wurde und ich auf Deutsch antworten sollte. Jeder in seiner Muttersprache, so die Devise. Auf den zweiten Blick war das das einzig Logische: Denn jeder ist nur in seiner Muttersprache ein kompetentes Sprachvorbild. Selbst wenn keine Kinder in der Nähe waren, wurde nicht auf eine gemeinsame Sprache gewechselt, und auch mit den Eltern wurde in der jeweils eigenen Sprache gesprochen. Und wenn Lieder gesungen wurden, stimmten alle Erzieherinnen ein, egal in welcher Sprache gerade gesungen wurde.
Natürlich gibt es Ausnahmen: Für Eltern, die kein Deutsch beherrschen, die aber eine wichtige Information erhalten sollen, musste auch ich ins Englische wechseln. Das kann für Kinder eine wichtige Lektion sein, denn sie erfahren, dass man manchmal auch in einer Sprache kommunizieren muss, in der man nicht hundertprozentig kompetent ist.
Insgesamt biete das Konzept aus meiner Sicht eine gute Möglichkeit für Eltern, die ihren Kindern einen einfacheren Einstieg ins Englische ermöglichen wollen. Ob es nötig ist, weiß ich nicht, aber meiner Meinung nach schadet es auch nicht. Es handelt sich in meinen Augen um eine „dezente“ Förderung.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Apr 11, 2017
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Apr 11, 2017