interaktiv

Praktikum im Studium

Der Lehrerinnen-Look

Autor:
Janna

Rubrik:
studium

13.04.2017

Privat ist mein Aussehen meistens ziemlich unaufwändig: Chucks, dazu kurze Jeans über Strumpfhose oder Thermoleggins (je nach Wetter), T-Shirt oder Top, Schlabberpulli oder die Strickjacke aus Papas Kleiderschrank, die selbst ihm schon eine Nummer zu groß ist. Die Haare werden ab und zu mal gekämmt, aber sonst weitestgehend in Ruhe gelassen. Und Schminke? Bitte! Viel zu anstrengend.
In der Uni ist das auch vollkommen ausreichend, von den Mädchen, die man so im Mathe-Zentrum trifft, gehöre ich wahrscheinlich sogar noch zu denjenigen, die sich beim Aussehen mehr Mühe geben als der Durchschnitt.
Am ersten Tag meines Orientierungspraktikums lief ich stattdessen für meine Verhältnisse echt schick rum: Gekämmte Haare, zumindest die Augenringe waren unter Concealer versteckt und über der langen Jeans den schicken Pulli aus dem Secondhandladen, der ein Outfit immer direkt viel seriöser macht. Das ist keine Komplettveränderung, nur die ordentliche Version von Janna. Aber die Tatsache, dass ich mir genau überlegt hatte, was ich anziehe, zeigt, dass man als Lehrerin andere Dinge trägt als im Alltag.
Am Lehrerberuf finde ich sehr gut, dass man keine Kleidervorschriften hat. Es gibt (meistens) keine Uniformen oder sonstige Vorgaben. Man kann tragen, worin man sich wohl fühlt. Das heißt aber nicht, dass ich auch alles tragen würde. Zu kurze Hosen oder Röcke, tiefe Ausschnitte und durchsichtige Blusen würde ich genauso wenig tragen wie dreckige Klamotten, Jogginghose oder ausschließlich rosa. Schließlich müssen die Schüler einen respektieren und das fällt zumindest mir leichter, wenn das, was ich trage, ein bisschen aussieht als wäre ich erwachsen.
Dass ich nicht die Einzige war, die so dachte, stellte ich fest, als ich einer Mathe-Kommilitonin begegnete, die an derselben Schule wie ich ihr Eignungspraktikum absolviert: In der Uni läuft sie nur mit Kapuzenpulli rum, an der Schule trug sie jetzt Bluse und Blazer. Ein bisschen anders als sonst kleidet man sich eben doch.

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