interaktiv

Praktikum im Studium

Schlaf wird überbewertet

Autor:
Janna

Rubrik:
studium

03.05.2017

Ich bin ein Nachtmensch. Ich liebe es, nachts wach zu sein. In den ersten Wochen der Semesterferien habe ich mehrmals bis 6 Uhr mit Freunden Skat gespielt, auf dem Dach gesessen und geredet oder bin durch die dunklen Straßen spazieren gegangen.
Leider beginnt die Schule um 8 Uhr – auch für mich als Praktikantin. Das heißt, ich fahre um 7.30 Uhr mit dem Fahrrad los, was wiederum heißt, dass mein Wecker jeden Morgen um 6.30 Uhr das erste Mal klingelt, damit ich genug Zeit habe, mich ganz gemütlich fertigzumachen.
Dieses frühe Aufstehen macht mir ehrlich gesagt ein bisschen zu schaffen – was vor allem daran liegt, dass ich trotzdem nicht früher ins Bett gehe. Einige meiner Freunde stecken gerade in der zweiten Klausurphase und stehen deswegen auch halbwegs früh auf, um sich zum Lernen zu treffen oder in die Bib zu gehen. Die übrigen tun dies allerdings nicht. Und so ist es mir schon ein paarmal passiert, dass ich überredet wurde, länger zu bleiben oder unter der Woche zu einer Party eingeladen war.
Deshalb habe ich in den vergangenen Wochen selten mehr als sechs Stunden pro Nacht geschlafen. Für so einen kurzen Zeitraum – und natürlich auch dank der schlafreichen Wochenenden – geht das vollkommen klar, vor allem wenn man wie ich ab und zu ein Mittagsschläfchen einlegt.
Später im Job kann ich das aber nicht dauerhaft machen. Dass es zu einem Problem werden könnte, glaube ich allerdings nicht. Zum einen werden bis dann die meisten meiner Freunde vermutlich ebenfalls arbeiten – wodurch das Angebot an Aktivitäten, die mich unter der Woche bis nach Mitternacht wachhalten, merklich schrumpfen dürfte. Zum anderen glaube ich, dass ich bis dahin ein bisschen vernünftiger geworden bin und nicht mehr finde, dass es eine supertolle Idee ist, spontan nachts bei jemandem vorbeizufahren, wenn ich am nächsten Tag um 6.30 Uhr aufstehen muss.
Momentan bin ich mit der Situation aber sehr zufrieden. Wenig Schlaf bedeutet nämlich auch, dass man viel Zeit hat, Erfahrungen zu sammeln.

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